Politik

Schuss durch Einwanderungsbehörde der Vereinigten Staaten in Austin: Verletzter trotz Kugel im Rücken in Haft

Zwei Tage nach einem Schuss eines ICE-Agenten in North Austin ist der Verletzte laut Anwälten ins South Texas ICE Processing Center nach Pearsall verlegt worden; Homeland Security Investigations ermittelt mit Unterstützung des FBI.

Ein in North Austin, Texas, angeschossener Mann ist nach Angaben seiner Rechtsvertretung aus dem Krankenhaus in ein Abschiebezentrum der US-Einwanderungs- und Zollbehörde verlegt worden – obwohl sich eine Kugel weiterhin nahe seiner Wirbelsäule befindet. Der Vorfall ereignete sich am 20. September 2026 bei einem Einsatz von Immigration and Customs Enforcement (ICE) in der Nähe der Kreuzung Anderson Square und Research Boulevard. Der 28-jährige Wilber Rafael Garces Perez wurde zunächst in ein städtisches Traumazentrum gebracht; sein Zustand galt dort als ernst, aber stabil.

Laut Anwälten übernahm ICE noch am selben Tag die Obhut und brachte Garces Perez in das South Texas ICE Processing Center in Pearsall, rund 130 Meilen südwestlich von Austin. Über die medizinische Prognose äußerten sich die behandelnden Ärzte nicht öffentlich. Ob und wann der Projektilrest entfernt werden kann, ist unklar. ICE machte zur Verlegung über das übliche Verfahren hinaus zunächst keine Angaben.

Das Department of Homeland Security (DHS) bestätigte, dass Homeland Security Investigations (HSI) die Untersuchung des Einsatzes führt. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) unterstützt die Ermittlungen. Die Stadt Austin teilte mit, die örtliche Polizei sei an der Maßnahme nicht beteiligt gewesen. Der Bezirksstaatsanwalt von Travis County drang auf Zugang zu Beweismitteln und auf eine gleichberechtigte Rolle bei der Prüfung des Falls.

In der Hauptstadtregion von Texas kam es im Anschluss an den Vorfall zu Protesten und Forderungen nach Transparenz. Kommunal- und Bundespolitiker verlangten Aufklärung über die Einsatzregeln, die Verantwortlichkeiten der beteiligten Bundesstellen sowie über die medizinische Versorgung in Bundesgewahrsam. ICE äußerte sich zu Details des Ablaufs nicht; die Behörde verwies auf das laufende Ermittlungsverfahren.

Gesichert ist bislang: Der Schuss fiel am 20. September 2026 in North Austin; der Verletzte heißt nach übereinstimmenden Angaben seiner Anwälte und mehrerer Medien Wilber Rafael Garces Perez; zuständig für die Untersuchung ist HSI im Department of Homeland Security unter Mitwirkung des Federal Bureau of Investigation; die Unterbringung erfolgt im South Texas ICE Processing Center in Pearsall. Ob straf- oder disziplinarrechtliche Schritte folgen, bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Der Fall nährt eine breiter geführte Debatte über Transparenz und Kontrolle bei Einsätzen von Bundesbehörden im Inland.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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