Wirtschaft

SEC verklagt Trio aus Toms River wegen mutmaßlichen Anlagebetrugs über 47 Millionen Dollar

Die US‑Börsenaufsicht hat vor dem Bundesgericht im District of New Jersey Zivilklage gegen Leor Moshe, Jacob Goldman und Isaac Odes eingereicht; betroffen sind mehr als 87 Anleger, überwiegend aus orthodoxen jüdischen Gemeinden.

Die Securities and Exchange Commission hat am 13. August 2026 zivilrechtliche Klagen gegen drei Einwohner von Toms River, New Jersey, eingereicht. Der Behörde zufolge sollen Leor Moshe, Jacob Goldman und Isaac Odes einen sogenannten Affinity Fraud organisiert haben, bei dem rund 47 Millionen US‑Dollar von mehr als 87 Anlegern fehlverwendet wurden. Die betroffenen Investoren stammten überwiegend aus orthodoxen jüdischen Gemeinden in New Jersey und New York. Die Klage wurde beim US‑Bezirksgericht für den District of New Jersey erhoben.

Nach Darstellung der SEC gewann Moshe zwischen November 2019 und Juni 2023 Geldgeber für seine Gesellschaft Capital Funding ASAP LLC. Er versprach, die Einlagen für kurzfristige Geschäftskredite zu verwenden und feste Renditen auszuschütten. Stattdessen soll ein erheblicher Teil der Mittel zweckwidrig eingesetzt worden sein: Mehr als 11 Millionen US‑Dollar seien für Moshes persönlichen Gebrauch abgezweigt worden, und etwa 850.000 US‑Dollar seien dazu genutzt worden, frühere Anleger auszuzahlen. Goldman und Odes hätten – ohne als Broker‑Dealer registriert zu sein – mindestens 25 Anleger angeworben und mehr als 23 Millionen US‑Dollar eingesammelt.

Die SEC wirft Moshe Verstöße gegen die Antibetrugsbestimmungen des Bundeswertpapierrechts vor. Gegen Goldman und Odes richtet sich der Vorwurf, gegen die Brokerregistrierungsvorschriften des Securities Exchange Act von 1934 verstoßen zu haben. Die Behörde beantragt dauerhafte Unterlassungsanordnungen, Rückzahlung unrechtmäßig erzielter Gewinne (Disgorgement) zuzüglich Vorzinsen sowie zivilrechtliche Geldstrafen. Gegen Moshe wird zudem ein verhaltensbezogenes Unterlassungsgebot angestrebt.

Parallel verweist die SEC auf strafrechtliche Schritte: Das U.S. Attorney’s Office für den District of New Jersey habe Anklagen gegen Moshe angekündigt. Die SEC dankte dem FBI und dem U.S. Attorney’s Office für ihre Unterstützung. Zivilrechtliche Vorwürfe der SEC sind vor Gericht zu prüfen; über strafrechtliche Konsequenzen entscheiden die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte.

Die SEC ordnet das Vorgehen als Affinity Fraud ein, bei dem das Vertrauen innerhalb sozialer oder religiöser Gemeinschaften für Anlageangebote genutzt wird. Die Behörde verweist in diesem Zusammenhang regelmäßig auf Informationsangebote, mit denen Anleger Warnzeichen erkennen und Registrierungen von Anbietern prüfen können. Weitere Verfahrensschritte im District of New Jersey bleiben abzuwarten.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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