Der Ausschuss für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten des US-Senats hat am 30. September 2026 in Washington, D.C., die Nominierung der Radiologin Dr. Nicole Saphier zur Surgeon General der Vereinigten Staaten mit 12 zu 11 Stimmen an das Plenum weitergeleitet. Die Abstimmung fiel entlang der Parteilinien aus. Ein Termin für die Abstimmung im vollen US-Senat stand zunächst nicht fest.
Saphier, die zuvor regelmäßig als medizinische Kommentatorin beim Sender Fox News auftrat, war am 16. September 2026 im Ausschuss angehört worden. Dabei wurde sie nach Angaben mehrerer Berichte, darunter PBS NewsHour und die Los Angeles Times, intensiv zu ihrer Haltung zu Kinderimpfungen und zu öffentlichen Gesundheitsempfehlungen befragt. Sie erklärte in der Anhörung, sie sehe keinen Zusammenhang zwischen gängigen Kinderimpfstoffen und Autismus und beschrieb die MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln als wichtigen Schutz vor Masern.
Mit der Ausschussempfehlung ist Saphiers Nominierung formal einen Schritt vorangekommen. Über die endgültige Bestätigung entscheidet der gesamte US-Senat. In einem eng gespaltenen Senat gilt das Ergebnis als offen; Mehrheiten können von der Anwesenheit und dem Verhalten einzelner Senatorinnen und Senatoren abhängen. Der Ausschuss wird derzeit von Republikanern geführt; der Vorsitzende Bill Cassidy hatte vorab den Zeitplan für die Behandlung mehrerer Personalvorschläge mitgeteilt.
Nominiert wurde Saphier von Präsident Donald Trump. Das Amt der Surgeon General hat vor allem eine beratende und kommunikative Funktion in der Bundesgesundheitspolitik. Die Amtsinhaberin oder der Amtsinhaber gibt evidenzbasierte Empfehlungen, koordiniert Präventionsinitiativen und tritt in Gesundheitskrisen öffentlich auf. Kontroversen um Impfempfehlungen, Präventionsrichtlinien oder Fragen der reproduktiven Gesundheit können die Bestätigung im Senat politisieren; Stellungnahmen von Interessenorganisationen nach der Ausschussabstimmung spiegelten diese Konfliktlinien wider, ohne neue Tatsachen zum Abstimmungsverfahren selbst zu liefern.
Zeitliche Eckpunkte sind dokumentiert: die Anhörung am 16. September 2026 und die Ausschussabstimmung am 30. September 2026. Beide Vorgänge wurden vom Ausschuss veröffentlicht und von großen US-Medien bestätigt. Die nächste verfahrensmäßige Etappe ist die Ansetzung der Plenarabstimmung im Senat; bis dahin bleibt unklar, ob zusätzliche Verfahrensschritte wie Debattenbegrenzungen oder weitere Konsultationen die Terminierung beeinflussen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).