Politik

Smithsonian siedelt Latino-Museum im Arts and Industries Building an

Der Vorstand der Smithsonian Institution hat beschlossen, das National Museum of the American Latino im historischen Arts and Industries Building auf der National Mall in Washington, D.C., unterzubringen.

Der Vorstand der Smithsonian Institution hat am 31. August 2026 entschieden, das historische Arts and Industries Building auf der National Mall in Washington, D.C., als künftigen Standort für das National Museum of the American Latino zu nutzen. Die Institution begründete den Kurswechsel damit, dass die Unterbringung in einem bestehenden Haus den pragmatischsten und schnelleren Weg eröffne, das vom Kongress genehmigte Museum umzusetzen.

Das National Museum of the American Latino war im Dezember 2020 durch ein Bundesgesetz autorisiert worden. Seither arbeitet das Projekt mit eigenem Direktorat und Programmen, verfügte jedoch über kein eigenes Gebäude. Übergangsweise nutzt das Museum bereits Galerien im National Museum of American History. Mit der nun getroffenen Standortentscheidung rückt die Realisierung eines eigenen Hauses innerhalb des Smithsonian-Verbundes näher, ohne den politisch aufwendigeren Bau eines neuen Gebäudes auf der Mall zu verfolgen.

Das Arts and Industries Building wurde 1881 eröffnet und ist eines der ältesten Häuser der Smithsonian Institution. Die Entscheidung des Board of Regents schafft die Grundlage für Planungen zum Umbau und zur musealen Nutzung. Konkrete Zeitpläne für Bauarbeiten, mögliche temporäre Schließungen oder ein Eröffnungsdatum nannte die Institution nicht. Finanzierungs- und Genehmigungsfragen bleiben offen; für größere Eingriffe sind in der Regel Entscheidungen der Commission of Fine Arts und der National Capital Planning Commission erforderlich.

Die Smithsonian Institution hebt hervor, dass die Lösung die Sammlungsausweitung, die Ausstellungsplanung und das Fundraising beschleunigen könne. Zugleich bleibt die Debatte über den Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz und die Nutzung der knappen Flächen auf der National Mall sensibel. Aussagen von politischen Akteuren oder Förderern zu konkreten Summen oder festen Daten liegen derzeit nicht als beschlossene Fakten vor.

Formell bleibt es bei der bundesweiten Mischfinanzierung der Smithsonian-Projekte: Der Kongress bewilligt Mittel im Haushaltsverfahren, zusätzlich wirbt die Institution private Gelder ein. Welche Anteile künftig auf Bau, Instandsetzung und Betrieb des Latino-Museums im Arts and Industries Building entfallen, wird erst nach Abschluss der Planungs- und Genehmigungsschritte feststehen.

Mit der Festlegung auf ein bestehendes Gebäude ändert die Smithsonian Institution ihren Kurs in der Standortfrage. Der Schritt ermöglicht kurzfristig klare Planungsgrundlagen, ersetzt jedoch nicht die noch ausstehenden Entscheidungen der zuständigen Bundesgremien und die detaillierte Budgetfestlegung.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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