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Starbucks stoppt Blending Powder in den Vereinigte Staaten nach Beschwerden von Baristas

Starbucks hat Ende August 2026 ein für neue Kaltgetränke genutztes Pulver aus US-Filialen entfernt. Beschäftigte hatten über Husten und Hautreizungen geklagt; die Gewerkschaft Workers United sieht einen Erfolg ihrer Proteste.

Starbucks hat Ende August 2026 das sogenannte Blending Powder für neu eingeführte Kaltgetränke aus seinen US-Filialen entfernt. Das bestätigten übereinstimmende Berichte mehrerer frei zugänglicher Medien. Vorausgegangen waren zahlreiche Beschwerden von Baristas über Husten, Juckreiz, Kopfschmerzen und Reizungen der Atemwege beim Umgang mit dem feinen Pulver.

Das Unternehmen erklärte demnach, die Entfernung stehe im Zusammenhang mit einer regulären saisonalen Umstellung des Angebots. Zugleich betonte Starbucks, die eingesetzten Zutaten seien für den Verzehr zugelassen. Die Gewerkschaft Workers United, die Hunderte von Starbucks-Betrieben in den Vereinigten Staaten organisiert, wertete den Schritt hingegen als Reaktion auf kollektive Proteste von Beschäftigten und forderte, künftig die Arbeitsschutzperspektive der Belegschaften früher einzubeziehen.

Nach Darstellung von Beschäftigten und Fachleuten enthielt das Blending Powder eine geringe Menge amorphes Siliciumdioxid, das in der Lebensmittelverarbeitung als Rieselhilfe verbreitet ist. Arbeitsmediziner verweisen darauf, dass amorphes Siliciumdioxid nicht mit kristallinem Siliciumdioxid gleichzusetzen ist, das bei langjähriger Exposition schwere Lungenschäden verursachen kann. Kurzfristige Reizungen sind jedoch möglich, insbesondere für Personen mit Asthma oder Allergien, wenn feine Partikel in größerer Menge in die Luft gelangen.

Ein flächendeckender Eingriff der US-Arbeitsschutzbehörde OSHA war bis Redaktionsschluss nicht dokumentiert. Aus Gewerkschaftskreisen wurde von einer Einzelbeschwerde in Maryland berichtet, die nach ihren Angaben abgeschlossen sei. Unabhängig davon verdeutlicht der Fall eine bekannte Arbeitsschutzfrage: Stoffe, die als Lebensmittelzusatzstoffe unbedenklich gelten, können bei häufiger, beruflicher Exposition in pulverförmiger Anwendung andere Risiken bergen als beim Verzehr durch Kundinnen und Kunden.

Welche Folgen der Vorgang für das Unternehmen und die Branche hat, bleibt offen. Für Starbucks geht es um die Frage, wie Produktentwicklung, Schulung und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz verzahnt werden. Für Workers United und andere Gewerkschaften steht die Beteiligung von Beschäftigten an sicherheitsrelevanten Entscheidungen im Vordergrund. Medizinisch gesichert sind bislang vor allem kurzfristige Reizungen; Hinweise auf dauerhafte Schäden durch das konkret verwendete amorphe Siliciumdioxid liegen in den frei zugänglichen Berichten nicht vor. Weitere Prüfungen durch Gesundheits- oder Arbeitsschutzbehörden könnten Klarheit über Expositionshöhen und angemessene Schutzstandards im Gastronomiebetrieb schaffen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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