Ein kräftiger Nor’easter hat am Wochenende im Nordosten der USA weite Küstenabschnitte überflutet und zeitweise mehr als 130.000 Stromkundinnen und -kunden lahmgelegt. Der langsam ziehende Sturm brachte anhaltenden Starkregen, starke nordöstliche Winde und gefährliche Brandung von New Jersey bis nach Maine. In New York City starb in Brooklyn ein Beschäftigter der New York City Housing Authority, nachdem ihn am Samstag ein umstürzender Baum traf. Polizeiangaben und Bestätigungen der Behörde liegen vor.
Der National Weather Service warnte vor mehreren aufeinanderfolgenden Hochwasserzyklen, weil der Druckwirbel nur langsam abzieht und sich Flutspitzen mit Springtiden überlagern. Entlang exponierter Buchten und Flussmündungen wurden Coastal Flood Warnings ausgerufen; zudem galten Hinweise auf hohe Brandung und starke Winde. Das Weather Prediction Center der NOAA meldete verbreitetes Küstenhochwasser und lokal kräftige Niederschläge. Kommunen sperrten besonders gefährdete Uferstraßen, Häfen schränkten den Betrieb ein, und Einsatzkräfte retteten vereinzelt Menschen aus überfluteten Fahrzeugen und Wohnungen.
Die meisten Stromausfälle gingen auf sturmbedingte Baumbrüche und Leitungsbeschädigungen zurück. Energieversorger setzten Reparaturtrupps ein, verwiesen jedoch auf Verzögerungen durch blockierte Zufahrten und weiterhin unsichere Arbeitsbedingungen. Die tödliche Baumkollision in Brooklyn verdeutlicht die Risiken für Personal im Außendienst auch bei herbstlichen Küstenstürmen, die nicht den Schweregrad tropischer Wirbelstürme erreichen, aber wegen anhaltender onshore-Winde und aufgestauter Tiden erhebliche Folgen haben können.
Fachleute betonen, dass Nor’easter im späten September seltener sind als in den folgenden Herbstmonaten, bei passender Großwetterlage jedoch beträchtliche lokale Schäden verursachen. Hydrologisch gefährdet waren besonders tideabhängige Binnenwasserläufe und tiefliegende Strandabschnitte, die durch den anhaltenden Winddruck wiederholt über die Ufer traten. Für die betroffenen Gemeinden stand am Sonntag die Sicherung kritischer Infrastruktur im Vordergrund, während weitere Hochwasserzyklen abgewartet wurden.
Die Lageeinschätzungen stützen sich auf Warnungen und Bulletins des National Weather Service und des Weather Prediction Center sowie auf Mitteilungen örtlicher Behörden. Regionale Medien, darunter PBS NewsHour und NBC New York, berichteten über Überschwemmungen, Sperrungen, die Zahl der Stromausfälle und den tödlichen Vorfall in New York City. Eine endgültige Bilanz der Schäden steht noch aus; Versorgungsunternehmen und Kommunen kündigten Aktualisierungen an, sobald die Pegel zurückgehen und Schadensaufnahmen sicher möglich sind.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).