Texas

Texas A und M System will rund 200 Kurse aus dem core curriculum streichen

Der Board of Regents des Texas A&M University System berät am 3. September 2026 über eine Neusortierung des core curriculum, von der laut Unterlagen etwa 200 Lehrangebote betroffen sein könnten.

Der Board of Regents des Texas A&M University System entscheidet am 3. September 2026 über eine Überarbeitung der Listen für das core curriculum, die systemweit rund 200 Lehrveranstaltungen aus der Anrechenbarkeit für den Studienabschluss nehmen oder anders kennzeichnen könnte. Das geht aus Regents-Unterlagen hervor, über die die Texas Tribune berichtete; die Universitätsleitung verwies in Mitteilungen des Office of the Provost auf abgeschlossene Prüfungen.

Den Dokumenten zufolge sollen Kriterien angepasst werden, um Systemrichtlinien und staatliche Vorgaben einzuhalten. Betroffen sind vor allem Lehrangebote, die als Befürwortung bestimmter „race or gender ideology“ oder als direkt mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität verbunden gewertet werden könnten. In den Vorschlagslisten finden sich unter anderem Kurse zu LGBTQ+-Literatur, Klima sowie Ethnizitäts- und Gender-Themen. Zugleich sind punktuelle Ergänzungen vorgesehen, etwa zu Humanernährung, Präkalculus und Astronomie.

Der Schritt ist Teil einer seit Herbst 2025 laufenden systemweiten Überprüfung. Eine General Education Review Committee legte im Juni 2026 Empfehlungen zur Neuausrichtung der Anforderungen vor. Die Systemdokumente betonen die Notwendigkeit, Inhalte und Kurskataloge an die geltenden Policies anzugleichen. Fakultätsvertreter kritisieren hingegen, Lehrinhalte seien verändert, Kurse umnummeriert oder ganz gestrichen worden – teils kurzfristig vor Semesterbeginn. Nach Angaben von Lehrenden bilden offizielle Zählungen abgesagter Veranstaltungen nur einen Teil der Auswirkungen ab, weil zahlreiche Dozierende Inhalte präventiv angepasst hätten.

Unmittelbare Folgen hätte ein Beschluss für die elf Hochschulen des Verbunds, darunter Texas A&M in College Station und Prairie View A&M: Für Studierende könnte sich die Zahl der wählbaren General-education-Kurse verringern, Lehrpläne würden enger geprüft, und die Umstellung könnte Verzögerungen in der Studienplanung auslösen. Hochschulvertreter verweisen zugleich darauf, dass die Core-Listen regelmäßig aktualisiert werden und Studierende weiterhin aus mehreren Disziplinen wählen können.

Gegen Teile der Systempolitik sind bereits Klagen anhängig. Kläger führen an, die Regelungen verletzten akademische Freiheiten und beeinträchtigten die fachliche Breite des Studiums. Das Texas A&M University System verweist auf Compliance-Pflichten und die Wahrung akademischer Integrität. Zusätzlich erhöht eine Frist der Texas Higher Education Coordinating Board den Zeitdruck: Bis Anfang 2027 müssen die zuständigen Aufsichtsorgane der Hochschulsysteme die core curriculum-Anforderungen offiziell zertifizieren. Nach der Regents-Entscheidung werden weitere Umsetzungsbeschlüsse auf Ebene einzelner Hochschulen erwartet.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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