Aktuell

Trump droht Iran bei Vereinte Nationen-Generalversammlung mit Auslöschung

US-Präsident Donald Trump verteidigte in New York den Krieg gegen Iran und warnte die Führung in Teheran, ohne Einigung drohe die „Auslöschung“ der Islamischen Republik. Ein Abkommen stellte er nach den Zwischenwahlen in Aussicht.

US-Präsident Donald Trump hat am 22. September 2026 vor der UN-Generalversammlung in New York den laufenden Krieg der Vereinigten Staaten gegen Iran verteidigt und Teherans Führung mit drastischen Worten gewarnt. In seiner Rede erklärte Trump, es könne nach den anstehenden Zwischenwahlen zu einem Abkommen kommen; alternativ drohe die „Auslöschung“ der Islamischen Republik. Die Passage wurde aus der offiziell verbreiteten Fassung des Auftritts bestätigt. Medienberichte hielten fest, dass Vertreter Irans während der Ansprache den Saal verließen.

Trump begründete das militärische Vorgehen mit iranischen Angriffen und der Unterstützung militanter Gruppen. Er verband die Ankündigung weiterer Härte mit der Erklärung, er sei grundsätzlich zu Verhandlungen bereit, sofern diese seinen Bedingungen entsprächen. Beobachter werten die Formulierung als bewusste Zuspitzung, die den Druck auf Teheran erhöhen soll. Zugleich betonte der Präsident, die Vereinigten Staaten strebten eine rasche Lösung an, ohne „Gefahren auf einen anderen Tag zu verschieben“, wie es aus dem Weißes Haus hieß.

Die Reaktionen fielen gespalten aus. Diplomaten warnten vor einer weiteren Eskalation und verwiesen auf die Risiken für die regionale Sicherheit und die Weltwirtschaft. Aus Teheran kamen scharfe Zurückweisungen; iranische Vertreter sprachen von unzulässigen Drohungen gegen einen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen. In Washington wiederum zeichneten Medien ein Bild politischer Lagerbildung: Teile der Republikaner unterstützen den Kurs, während führende Demokraten vor einer Entgrenzung des Konflikts warnen. Der Kongress könnte sich kurzfristig erneut mit Finanzierungsfragen und möglichen Mandaten für den Einsatz befassen, wie die Los Angeles Times und Axios berichteten.

Der Hintergrund der Rede ist eine seit Monaten andauernde Konfrontation, in der mehrere Staaten und internationale Akteure um Vermittlung bemüht sind. Kontakte auf Arbeitsebene wurden auch am Rande der UN-Generalversammlung in New York registriert. Ob Trumps Ankündigung eine Verhandlungslösung näher bringt oder die Fronten weiter verhärtet, ist offen. Völkerrechtler verweisen darauf, dass explizite Androhungen massiver Gewalt gegen einen Staat besonders strenge Maßstäbe an die Rechtfertigung militärischer Mittel legen.

Sicher ist: Der Ton der Rede unterstreicht die strategische Doppelgleisigkeit aus Druck und Gesprächsbereitschaft. Wie sich dieser Kurs auf Partner in der Region, die Energiepreise und die innenpolitische Lage in den Vereinigten Staaten auswirkt, hängt von den nächsten Entscheidungen in Washington und Teheran ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels