Politik

Trump sagt, er habe Fed-Chef vor Zinserhöhung angehalten: „Do what you want“

Am 16. September 2026 erklärte Präsident Donald Trump in North Carolina, er habe Federal‑Reserve‑Chair Kevin Warsh gesagt, dieser solle «do what you want», weil die Stimmen im Offenmarktkomitee ohnehin gegen ihn gestanden hätten. Die…

Nach der Entscheidung des Federal Open Market Committee (FOMC) vom 16. September 2026, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anzuheben, sagte Präsident Donald Trump bei einem kurzen Gespräch mit Reportern in North Carolina, er habe Fed‑Chef Kevin Warsh zuvor angewiesen: «do what you want, because it doesn’t matter because he doesn’t have the votes.» Diese Äußerung, die Trump am Abend des 16. September machte und die von mehreren Medien dokumentiert wurde, relates direkt an die Frage, wie eng das Weiße Haus mit der Zentralbank kommuniziert.

Der Nachrichtenanlass ist die einstimmige FOMC‑Entscheidung vom 16. September 2026, mit der die Federal Reserve die Zielspanne des Federal‑funds‑Rate auf 3,75 bis 4,00 Prozent anhob. Trump sagte, er habe Warsh nicht zum Richtungswechsel gedrängt; zugleich kritisierte er das „Board“ der Fed als politisch feindlich gegenüber ihm. Fed‑Vorsitzender Kevin Warsh verweigerte gegenüber Reportern eine Bestätigung der behaupteten Telefongespräche und betonte, er habe «nichts zu diesem Gespräch» beizutragen; die Entscheidung sei im Dienst der Preisstabilität getroffen worden.

Faktenlage und Quellen: Die Darstellung beruht auf Augenzeugenberichten der Presse vor Ort sowie auf Berichten etablierter US‑Medien, die Trumps Wortlaut und die zeitliche Einordnung des FOMC‑Beschlusses dokumentieren. Es gibt bislang keine offizielle schriftliche Bestätigung eines Telefongesprächs durch den Vorsitzenden; Warsh antwortete in seinen öffentlichen Ausführungen am 16. September 2026 nicht auf Trumps Darstellung.

Die Stellungnahme des Präsidenten trifft auf grundsätzliche Institutionserwägungen: Die Fed‑Unabhängigkeit ist in der US‑Geldpolitik ein zentraler Vertrauensanker, weil sie geldpolitische Entscheidungen nach ökonomischen Kriterien treffen soll, nicht nach kurzfristigen politischen Erwägungen. Dass ein Präsident öffentlich mitteilt, er habe dem Fed‑Chef «do what you want» gesagt, während er zugleich die Entscheidung des Direktoriums als politisch motiviert brandmarkt, verstärkt Spannungen und Unsicherheit über die Rollenverteilung zwischen Exekutive und Zentralbank.

Kurzfristig kann die Debatte die Wahrnehmung der Fed‑Unabhängigkeit und damit Finanzmarkterwartungen beeinflussen; mittelfristig sind politische Reaktionen im Kongress denkbar, falls die Mehrzahl der Markt‑ und Politikakteure eine Gefährdung institutioneller Normen konstatiert. Unterscheidung bleibt wichtig: Tatsachen sind Trumps dokumentierte Stellungnahme am 16. September 2026 und die FOMC‑Entscheidung; zugeschriebene Aussagen sind Trumps Interpretation der Motivation des Fed‑Boards; Prognosen über politische Folgen bleiben spekulativ.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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