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Trump tritt in Radiosendung seines früheren Anwalts Michael Cohen bei 77 WABC auf

Präsident Donald Trump hat am 20. August 2026 in New York ein Radiointerview bei 77 WABC gegeben – ausgerechnet in der Sendung seines einstigen Vertrauten und heutigen Kritikers Michael Cohen.

Präsident Donald Trump hat am 20. August 2026 an einem Radiointerview in der Sendung "When You Know, You Know with Michael Cohen" beim New Yorker Sender 77 WABC teilgenommen. Der Auftritt wurde von 77 WABC und mehreren US‑Regionalmedien, die auf Associated Press verweisen, bestätigt. Er markiert eine öffentlich sichtbare Annäherung zwischen dem Präsidenten und Michael Cohen, der nach Jahren offener Gegnerschaft zuletzt einer von Trumps schärfsten Kritikern war.

Cohen war über Jahre Trumps persönlicher Anwalt und galt als dessen Problemlöser. Zwischen 2019 und 2024 sagte er mehrfach öffentlich und vor Gericht gegen Donald Trump aus. Besonders prägend war seine Rolle als Schlüsselzeuge im Hush-Money-Prozess 2024 in New York, in dem es um Zahlungen an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels ging und der in einem Schuldspruch gegen Trump mündete. Die nunmehrige Begegnung on air ist daher politisch bemerkenswert: Sie zeigt, dass Trump bereit ist, öffentlich mit einem früheren Vertrauten zu sprechen, der zu einem prominenten Ankläger geworden war.

Cohen moderiert die WABC-Sendung seit Juli 2026. 77 WABC gehört zu Red Apple Media, dem Medienunternehmen des Unternehmers John Catsimatidis. Der Sender bewarb das Gespräch im Vorfeld; US‑Regionalportale machten auf die Teilnahme des Präsidenten aufmerksam. Von offizieller Seite waren zunächst keine inhaltlichen Mitschriften verfügbar.

Die Motive beider Seiten bleiben Gegenstand der Interpretation. Politisch unterstreicht der Auftritt Trumps Strategie, die öffentliche Debatte zu dominieren und frühere Konfliktlinien neu zu besetzen. Für Cohen, dessen mediale Präsenz auch auf kontroverse Positionierungen fußt, erhöht das Gespräch die Reichweite seiner noch jungen Sendung. Rechtliche Implikationen sind aus dem Interview allein nicht abzuleiten. Amtsakte wie Begnadigungen oder sonstige Eingriffe in laufende oder abgeschlossene Verfahren unterliegen in den USA formalen Verfahren; hierzu lagen keine belastbaren Hinweise vor. Beobachter achten nun vor allem auf Aussagen des Präsidenten zur Vergangenheit mit Cohen und auf mögliche Reaktionen aus dem Weißes Haus.

Offene Punkte für die kommenden Tage sind der genaue Inhalt längerer Fassungen des Gesprächs sowie etwaige Stellungnahmen aus dem Weißes Haus oder dem Justizministerium. Unabhängig davon verweist der medienwirksame Auftritt auf die weiterhin verflechteten persönlichen, politischen und juristischen Fronten rund um Trump und sein früheres Umfeld in New York.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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