Präsident Donald Trump hat am 18. Oktober 2026 angekündigt, den East Potomac Golf Course in Washington, D.C., am 15. November 2026 für voraussichtlich 15 Monate zu schließen und zu einem „World Class Championship Golf Course“ umzubauen. Ausführliche Planungsunterlagen zu Zeitplan, Kosten und Umweltfolgen liegen bislang nicht vollständig öffentlich vor.
Die Ankündigung fällt in eine laufende Auseinandersetzung vor der US-Bezirksrichterin Ana Reyes. Nach Berichten aus dem Verfahren ordnete sie am 13. und 14. Oktober 2026 Maßnahmen an, um weitere irreversible Eingriffe vorläufig zu unterbinden, und verpflichtete den National Park Service zu Vorabmitteilungen. Hintergrund sind kurzfristig begonnene Baumfällungen auf dem Gelände, die ohne breite Vorankündigung angelaufen waren. Kläger werfen der Administration vor, Arbeiten über ein langes Wochenende veranlasst zu haben und damit öffentliche Kontrolle erschwert zu haben. Der National Park Service bestreitet, gesetzliche Prüfungen zu umgehen, und verweist auf den schlechten baulichen Zustand der Anlage.
Der East Potomac Golf Course liegt auf historischem Deichland am Potomac und wird seit Jahrzehnten als preisgünstiger, öffentlich zugänglicher Platz genutzt. Das Gelände unterliegt dem Park- und Denkmalschutz. Befürworter der Pläne argumentieren, eine hochwertige Anlage könne zusätzliche Einnahmen bringen und die Infrastruktur modernisieren. Gegner warnen vor Einschnitten bei Erholungsflächen, bei der historischen Landschaft und beim Zugang für einkommensschwächere Nutzerinnen und Nutzer.
Komplex ist auch die Rolle bestehender Verträge. Der National Park Service hatte 2020 einen langfristigen Pachtvertrag mit der gemeinnützigen National Links Trust über die drei städtischen Golfanlagen in Washington, D.C., geschlossen. 2026 entzündeten sich Streitigkeiten an der Frage, wie dieser Rahmen mit den von der Bundesregierung vorangetriebenen Umbauplänen zusammenpasst. Aus dem Kongress liegen Anfragen von Abgeordneten aus dem Distrikt und aus dem Umland an das Innenministerium vor; sie verlangen Akten zu Entscheidungswegen, Finanzierung und zu etwaigen Drittmitteln.
Ob die Schließung am 15. November wie angekündigt beginnen kann, hängt von weiteren gerichtlichen Anordnungen und von noch nicht veröffentlichten Verwaltungsakten ab. Klar ist: Ohne transparente Unterlagen zu Umwelt- und Denkmalschutzprüfungen sowie zu den praktischen Folgen für den öffentlichen Zugang wird der Rechtsstreit den Zeitplan wesentlich prägen. Der National Park Service betont, die Anlage benötige „signifikante Instandsetzung“. Kritiker entgegnen, die Regierung versuche, Prüf- und Beteiligungsrechte zu verkürzen. Eine förmliche Entscheidung über Umfang und Start der Bauarbeiten steht weiter aus.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).