Nach der am 13. Oktober 2026 veröffentlichten Erhebung des AP‑NORC Center for Public Affairs Research hält eine Mehrheit der befragten US‑Erwachsenen Präsident Donald Trump für jemanden, der sich durch Ausübung des Amtes persönlich bereichert oder davon profitiert. Die Umfrage liefert damit aktuelle Zahlen, die zeigen, dass nicht nur Demokraten und Unabhängige, sondern auch nennenswerte Anteile der Republikaner der Auffassung sind, Trump setze das Amt zu seinem eigenen wirtschaftlichen Vorteil ein.
Kernbefund der Studie: Eine deutliche Mehrheit der Gesamtbevölkerung äußerte Misstrauen in Trumps Umgang mit seinen Geschäftsinteressen; etwa 60 Prozent sagten laut AP‑NORC, Trump profitiere in unethischer oder illegaler Weise von der Präsidentschaft. Unter den Republikanern teilte rund die Hälfte zumindest teilweise die Einschätzung, dass Trump persönliche wirtschaftliche Interessen stark verfolge. Die Umfrage dokumentiert damit eine Verschiebung in der Parteibasis gegenüber früheren Erhebungen, in denen Parteianhänger systematisch weniger geneigt waren, derartige Vorwürfe zu akzeptieren.
Die AP‑NORC‑Daten stehen nicht allein: Eine Reuters/Ipsos‑Erhebung aus dem September 2026 wies ebenfalls auf wachsende Skepsis gegenüber Trumps Umgang mit Kapital- und Geschäftsfragen hin und verzeichnete einen Rückgang seiner Zustimmungswerte. Beide Umfragen korrespondieren mit Berichten über Vermögenszuwächse in den Jahren seit Trumps Amtsantritt, die in der Öffentlichkeit zu Diskussionen über Interessenkonflikte geführt haben. Konkrete Rechtsvorwürfe wurden in der Umfrage nicht festgestellt; die Erhebung erfasst Wahrnehmungen und Meinungen der Bevölkerung.
Hintergrund und Einordnung: Die Debatte um persönliche Bereicherung durch Amtsträger ist in den USA traditionell parteipolitisch polarisiert. Die aktuelle Wahrnehmungsverschiebung unter Republikanern könnte strategische Folgen für die Partei haben, weil sie die Mobilisierung der Kernwählerschaft in den anstehenden Zwischenwahlen tangiert. Entscheidend für die politische Wirkung sind jedoch nicht nur Umfragewerte, sondern auch gerichtliche Ermittlungen, Kongressanfragen und die mediale Berichterstattung über konkrete finanzielle Transaktionen.
Zugeschriebene Aussagen und Prognosen: Die hier zitierten Zahlen entstammen den veröffentlichten AP‑NORC‑ und Reuters/Ipsos‑Berichten vom 13. bzw. September 2026. Aussagen zu möglichen Wahlfolgen sind als Analyse zu kennzeichnen; belastbare Prognosen erfordern weitere Daten in den kommenden Wochen.
Sollte sich die Skepsis in der Republikanischen Wählerschaft weiter verfestigen, könnte das Parteiimage in bundesweiten Rennen geschwächt werden. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob konkrete juristische oder legislative Maßnahmen den öffentlichen Eindruck verändern.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).