Mehrere Umweltorganisationen haben am 2. September 2026 das Fracking-Verbot der Delaware River Basin Commission (DRBC) bekräftigt. Bei einer Kundgebung und in begleitenden Erklärungen warnten sie vor politischen Vorstößen, die Zuständigkeit der Kommission neu zu bewerten und damit den 2021 getroffenen Beschluss aufzuweichen. Als Begründung führten sie den Schutz der Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen im Delaware-Einzugsgebiet an.
Die DRBC hatte am 25. Februar 2021 mit der Resolution No. 2021-01 entschieden, High-Volume Hydraulic Fracturing (HVHF) im Einzugsgebiet des Delaware zu untersagen. Nachfolgende Regelsetzungen festigten diesen Kurs. 2022 ergänzte die Kommission ihre Vorschriften um ein ausdrückliches Verbot der Einleitung von Abwässern aus HVHF-Aktivitäten in Gewässer des Einzugsgebiets sowie um Regelungen zu Import und Export von Wasser im Zusammenhang mit HVHF. Die DRBC berief sich dabei auf umfangreiche Prüfungen zu potenziellen Risiken für Oberflächen- und Grundwasser, dokumentierte tausende Stellungnahmen und führte öffentliche Anhörungen durch.
Zu den am 2. September genannten Unterstützern zählen das Delaware Riverkeeper Network, Catskill Mountainkeeper, Food & Water Watch und weitere lokale Initiativen. Sie betonen die Rolle der DRBC als zwischenstaatliche Wasserbehörde der Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania und Delaware. Aus ihrer Sicht stärkt das Verbot den vorsorgenden Gewässerschutz in einer Region, die zugleich als Trinkwasserquelle und als Natur- und Erholungsraum eine überregionale Bedeutung hat.
Politischer Kontext: Seit Verabschiedung der Regeln ist das Fracking-Verbot wiederholt Gegenstand kontroverser Debatten und einzelner rechtlicher Anfechtungen gewesen. Befürworter einer Ausweitung der Erdgasförderung verweisen regelmäßig auf wirtschaftliche Interessen und technologische Fortschritte. Die geprüften Stellungnahmen der Unterstützergruppen heben dagegen fortbestehende Wissenslücken bei der Risikobewertung sowie mögliche Folgekosten für Kommunen und Wasserversorger hervor.
Ausblick: Sollten neue legislative oder gerichtliche Angriffe auf die DRBC-Regeln erfolgen, wären Fragen der zwischenstaatlichen Zuständigkeit, des Wasserrechts und der kommunalen Daseinsvorsorge berührt. Umweltverbände kündigen an, ihre juristischen und politischen Aktivitäten zu koordinieren. Damit ist eher mit einer Fortsetzung der Auseinandersetzung in Gremien und vor Gerichten als mit einer raschen administrativen Klärung zu rechnen. Konkrete neue Gesetzesinitiativen aus den beteiligten Bundesstaaten lagen zum Zeitpunkt der Kundgebung nicht vor; die öffentliche Positionierung der Gruppen zielt erkennbar darauf, einem erneuten Aufrollen des Regelwerks vorzubeugen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).