Politik

US-Army startet Janus-Programm: Verträge für nukleare Mikroreaktoren an fünf Standorten vergeben

Die US-Army hat Aufträge von bis zu 2,2 Milliarden US‑Dollar für den Bau und Betrieb von Mikroreaktoren an fünf großen Heimatorganisationen erteilt. Ziel sind resilientere Energiequellen für einsatzkritische Infrastruktur.

Die US Army hat im Rahmen ihres Janus-Programms Verträge mit fünf Unternehmen geschlossen, um nukleare Mikroreaktoren auf fünf Heimatorganisationen zu planen, zu bauen und zu betreiben. Nach Angaben des Department of the Army beläuft sich der finanzielle Rahmen für die initialen Vereinbarungen auf bis zu 2,2 Milliarden US‑Dollar. Die Auswahl der Standorte und Firmen ist Teil einer breiter angelegten US-Politik zur Förderung fortschrittlicher Reaktortechnologien und zur Härtung militärischer Energieversorgung.

Benannt wurden die Standorte Fort Liberty in North Carolina, Fort Campbell an der Grenze zwischen Kentucky und Tennessee, Fort Cavazos in Texas, Fort Moore in Georgia sowie Fort Drum im Bundesstaat New York. Als Industriepartner nannte die Army Antares, BWXT Advanced Technologies, General Atomics, Radiant Industries und Westinghouse Government Services. Ziel ist laut Programmleitung, erste Anlagen bis spätestens Ende des US‑Haushaltsjahres 2028 in Betrieb zu nehmen.

Die Army begründet die Vergaben mit der Notwendigkeit, Kommandostrukturen und einsatzkritische Systeme gegen Störungen des zivilen Stromnetzes abzusichern. Mikroreaktoren sollen als grundlastfähige, inselbare Quellen dienen, die im Krisenfall autark Energie liefern. Das Janus‑Programm knüpft an frühere Verteidigungsinitiativen wie Project Pele an und folgt politischen Vorgaben, die den Einsatz fortschrittlicher Nukleartechnologien zu nationalen Sicherheitszwecken erleichtern.

Regulatorisch und organisatorisch sind mehrere Behörden eingebunden. Das Department of Energy soll die technische Entwicklung und Sicherheitsanalysen flankieren; die Army verweist zudem auf anstehende Umweltprüfungen und Genehmigungsschritte auf Bundes- und Einzelstaatenebene. Umweltorganisationen und einzelne Mitglieder des Kongresses verlangen weitergehende Transparenz zu Sicherheitsstandards, Entsorgung und Notfallplanung. Die Army stellt in Aussicht, die Verfahren mit Blick auf Aufsicht, Materialbilanz und Schutzmaßnahmen detailliert zu hinterlegen.

Die Verträge decken unterschiedliche technische Ansätze der beteiligten Firmen ab – von modularen, potenziell transportablen Konzepten bis zu skalierbaren Systemen im unteren einstelligen Megawattbereich. Konkrete Auslegung, Bauphasen und Betriebsmodelle je Standort werden in nachgelagerten Projektabschnitten spezifiziert. Mit Blick auf Versorgungssicherheit und Kostenrisiken betont die Army, dass Demonstrations- und Frühbetriebe belastbare Daten für einen möglichen breiteren Rollout auf weiteren Installationen liefern sollen.

Die Angaben beruhen auf offiziellen Verlautbarungen des Department of the Army und übereinstimmenden Branchen- und Agenturberichten vom 26. August 2026, die Auswahl, Budgetrahmen und Zeitplan dokumentieren.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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