Kurzmeldung
WASHINGTON, D.C. — Das U.S. Department of the Treasury hat am 7. August 2026 neue OFAC‑Maßnahmen gegen mehrere grenzüberschreitende Netzwerke angekündigt, die nach Angaben der Behörde das iranische Schattenbankensystem zur Verschleierung und Verlagerung von Devisenströmen nutzten. Die Office of Foreign Assets Control nannte in der Pressemitteilung (SB0596) Austauschanstalten, Scheinfirmen und Vermittler in mehreren Jurisdiktionen als Schaltstellen, über die Einnahmen vor allem aus Petrölexporten abflossen. Die Maßnahmen wurden gemäß Executive Order 13902 erlassen, die der Behörde erweiterte Sanktionsbefugnisse gegen Personen und Einrichtungen im iranischen Finanz‑ und Energiesektor gibt.
Nach Treasury‑Angaben zielen die Listungen darauf ab, die Fähigkeit des iranischen Regimes zu reduzieren, Erlöse zu verbergen und über Drittländer wieder ins Land zu bringen. Die Mitteilung warnt ausdrücklich vor möglichen Sekundärsanktionen gegen ausländische Institute, die weiterhin wesentliche Transaktionen für gelistete Akteure abwickeln. Zugleich betonte das Ministerium, dass humanitäre Ausnahmen—etwa für Lebensmittel und Medizin—weiterhin bestehen und durch bestehende Lizenzregelungen geschützt sind.
Konkrete Organisationen und Namen, darunter in der Mitteilung erwähnte Exchange‑Häuser, Shahr Bank‑verbundene Einrichtungen und bestimmte Manager, sind Teil der offiziellen OFAC‑Liste. Für Finanzinstitute bedeutet die Entscheidung erhöhten Compliance‑Aufwand: Korrespondenzbanken und Zahlungsdienstleister müssen Zahlungsströme prüfen und Sanktionsfilter aktualisieren, um das Risiko einer Sperrung vom US‑Finanzsystem zu minimieren. Rechtlich stützen sich mögliche Zwangs‑ und Strafmaßnahmen auf bestehende US‑Gesetze und Präsidialerlasse, die OFAC durchführt.
Die Entscheidung ist Teil einer fortgesetzten US‑Strategie, Finanzflüsse zu unterbinden, die nach Auffassung der Behörde der iranischen Führung und sanktionierten Sektoren zugutekommen. Medien und betroffene Institute werden zur Prüfung der vollständigen OFAC‑Veröffentlichung und der zugehörigen FAQs aufgerufen, um zu klären, welche Geschäftsaktivitäten weiterhin zulässig sind und welche Melde‑ oder Lizenzpflichten bestehen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).