Aktuell

US-Regierung kürzt Colorado-River-Zuteilungen für zwei Jahre – Nevada verliert rund 17 Prozent

Das US‑Innenministerium (Department of the Interior) und die Bundeswasserbehörde Bureau of Reclamation haben am 21. August zweijährige Lieferkürzungen am Colorado River beschlossen. Nevada muss demnach jährlich 50.000 Acre‑Feet abgeben – etwa 16,7 Prozent seiner…

Die US‑Regierung hat am 21. August zweijährige Kürzungen der Wasserlieferungen aus dem Colorado River für die drei Unterbeckenstaaten Arizona, Kalifornien und Nevada angeordnet. Nach Angaben des Bureau of Reclamation beläuft sich die Gesamtreduktion im Lower Basin auf 1,25 Millionen Acre‑Feet pro Jahr. Auf Arizona entfallen davon 760.000 Acre‑Feet, auf Kalifornien 440.000 Acre‑Feet und auf Nevada 50.000 Acre‑Feet. Für Nevada entspricht das rund 16,7 Prozent seiner vertraglichen Basiszuteilung von 300.000 Acre‑Feet.

Anlass der Entscheidung ist die Veröffentlichung des Final Environmental Impact Statement für die künftige Betriebsführung des Flusssystems. Das Department of the Interior und das Bureau of Reclamation verweisen auf anhaltend schwache Zuflüsse und niedrige Speicherstände in Lake Mead und Lake Powell. Die Maßnahme soll die Stauseen stabilisieren und die Funktionsfähigkeit von Wasserversorgung und Wasserkraft am Hoover Dam und am Glen Canyon Dam sichern.

Die Kürzungen sind als temporäre Schritte für zwei Jahre angelegt und an die hydrologische Entwicklung gekoppelt. Das Final Environmental Impact Statement beschreibt einen adaptiven Rahmen für die Post‑2026‑Betriebsführung, der regelmäßige Überprüfungen vorsieht. Nach Darstellung der Behörden bleiben zusätzliche, freiwillige Einsparungen der Unterbeckenstaaten Bestandteil des Pakets, um die Systemstabilität zu erhöhen.

Für Nevada bedeutet der Eingriff, dass die South‑Nevada‑Versorgung verstärkt auf Effizienzmaßnahmen, Rückgewinnung und vorhandene Reserven zurückgreifen muss. Der Bundesstaat hat in den vergangenen Jahren seinen Verbrauch bereits deutlich gesenkt; die nun festgelegte Reduktion fällt absolut geringer aus als in Arizona und Kalifornien, ist relativ zur kleinen Gesamtzuteilung jedoch spürbar.

Die aktuelle Prognose des Bureau of Reclamation weist für Lake Mead eine angespannte Lage aus. Ohne zusätzliche Einsparungen oder überdurchschnittliche Zuflüsse drohen weitere operative Einschränkungen. Die Behörden planen eine erneute Evaluierung nach Ablauf der zweijährigen Phase, um die Regelungen an die dann vorliegenden hydrologischen Verhältnisse anzupassen.

Die Entscheidung trennt klar zwischen fest angeordneten Kürzungen und möglichen weiteren Reduktionen, die von Hydrologie und freiwilligen Vereinbarungen abhängen. Sie markiert zugleich den Übergang in das Post‑2026‑Regime, in dem Bund und Staaten die Lasten der Dürre im Colorado‑Becken neu verteilen. Ein Acre‑Foot entspricht etwa 1.233 Kubikmetern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk