Nach einem multistaatlichen Ausbruch von Durchfallerkrankungen haben US-Behörden einen Rückruf für Alfalfa-Sprossen des Produzenten Everything Sprouts angeordnet. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) veröffentlichte am 24. August 2026 eine formelle Rückrufmeldung. Zuvor hatte die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) am 21. August einen Food Safety Alert herausgegeben. Laut Behördenangaben erkrankten bis zum 21. August mindestens 55 Menschen in 15 Bundesstaaten; vier Betroffene mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zu den betroffenen Staaten zählt auch der Bundesstaat Washington.
Die FDA nennt in ihrer Mitteilung konkret bezeichnete Losnummern und weist darauf hin, dass die zurückgerufenen Alfalfa-Sprossen zwischen dem 27. Mai und dem 21. August 2026 an Groß- und Einzelhändler verteilt wurden. Verkauft wurden die Produkte unter den Marken Calco und Everything Sprouts. Händler sind verpflichtet, betroffene Ware aus dem Verkauf zu nehmen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen die genannten Sprossen nicht verzehren und entsorgen.
Die CDC und die FDA führen den Ausbruch epidemiologisch und über Rückverfolgung auf Alfalfa-Sprossen von Everything Sprouts zurück. Betroffen sind Infektionen mit Shiga-Toxin-bildendem Escherichia coli (STEC) sowie mit Salmonella. Nach Angaben der Gesundheitsämter traten die meisten gemeldeten Fälle in Minnesota und Wisconsin auf. Landes- und Kommunalbehörden arbeiten mit den Bundesbehörden zusammen, um Lieferketten zu überprüfen und Proben zu analysieren. Die FDA hat zudem Inspektionen und Probenahmen beim Unternehmen angeordnet; genetische Typisierungen sollen die Ermittlungen stützen und klären, ob weitergehende Maßnahmen nötig sind.
Die Behörden warnen, dass STEC-Infektionen insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und immungeschwächten Personen schwere Verläufe verursachen können. Typische Symptome sind starke Bauchkrämpfe, wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit und Erbrechen und treten üblicherweise ein bis acht Tage nach der Exposition auf. Sprossen gelten als besonders anfälliges Lebensmittel, weil die warmen und feuchten Keimbedingungen das Wachstum von Bakterien begünstigen.
Die laufende Untersuchung konzentriert sich darauf, den genauen Kontaminationsweg zu bestimmen und mögliche weitere Vertriebskanäle zu identifizieren. Offizielle Fallzahlen können sich ändern, wenn zusätzliche Laborergebnisse vorliegen oder weitere Erkrankungen gemeldet werden. Bis dahin empfehlen die Behörden, ausschließlich Sprossen zu verwenden, die nicht vom Rückruf betroffen sind, und Küchenhygiene sorgfältig einzuhalten. Erkrankungsfälle sollen an die örtlichen Gesundheitsämter gemeldet werden, um Infektionsketten zu unterbrechen.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).