Louisiana

Vereinigte Staaten schiebt Milo Yiannopoulos nach Festnahme in New Orleans ins Vereinigte Königreich ab

US-Behörden haben den britischen Kommentator Milo Yiannopoulos nach einer Festnahme am Flughafen von New Orleans am 28. August 2026 in das Vereinigte Königreich abgeschoben.

Der britische Kommentator Milo Yiannopoulos ist nach Angaben des Department of Homeland Security am 28. August 2026 aus den Vereinigten Staaten in das Vereinigte Königreich abgeschoben worden. Zuvor hatten Beamte der Immigration and Customs Enforcement ihn am 27. August 2026 am Louis Armstrong New Orleans International Airport in Kenner nahe New Orleans festgenommen. Grundlage war demnach ein bereits bestehender, endgültiger Abschiebebeschluss.

Die Behörde erklärte, Yiannopoulos sei im Mai 2019 legal in die USA eingereist, habe seinen erlaubten Aufenthalt jedoch überschritten. Zudem sei er einem angesetzten Anhörungstermin am 22. Juli 2026 ferngeblieben. Ein Einwanderungsrichter habe daraufhin am selben Tag einen finalen Abschiebebeschluss erlassen. Mit der Festnahme in Louisiana sei dieser Beschluss vollstreckt und die Rückführung am Folgetag umgesetzt worden.

Nach Darstellung der Behörden handelt es sich um einen Vorgang nach standardisiertem Verfahren: Wird ein Betroffener einem Termin vor dem Einwanderungsgericht unentschuldigt fernbleiben zugeschrieben, kann ein Einwanderungsrichter eine Abschiebung in Abwesenheit anordnen. Rechtliche Einwände gegen die Vollstreckung müssen vor der Ausreise entschieden sein. Die für Rückführungen zuständige ICE-Direktion Enforcement and Removal Operations koordiniert in solchen Fällen Gewahrsam, Transport und Übergabe an die ausländischen Behörden. Angaben zu Flugroute, Zielort oder etwaigen Ausnahmeregelungen machte das Department of Homeland Security nicht.

Öffentliche Stellungnahmen jenseits der Behördenangaben blieben zunächst begrenzt. Einzelne Unterstützer kritisierten die Maßnahme als politisch motiviert. Fachleute für Einwanderungsrecht verweisen hingegen darauf, dass der Fall formell auf einer nicht wahrgenommenen Anhörung und einem bindenden Gerichtsbeschluss beruht. Ob weitere rechtliche Schritte möglich sind, wäre von bereits anhängigen oder neu eingebrachten Anträgen abhängig, die jedoch vor der Abschiebung Wirkung entfalten müssten.

Yiannopoulos war in den vergangenen Jahren in den USA und im Vereinigten Königreich als provokanter Medienakteur und politischer Kommentator bekannt geworden. Für den nun vollstreckten Fall ist dieser Hintergrund jedoch rechtlich unerheblich; entscheidend waren die festgestellte Überziehung des Aufenthaltsstatus und das Fernbleiben vom Gerichtstermin. Die Zuständigkeit lag auf Bundesebene bei den US-Einwanderungsbehörden; der Vollzug erfolgte operativ in Louisiana. Der Vorgang ist mit der Rückführung abgeschlossen, dürfte aber Debatten über Prioritäten und Gleichbehandlung bei Abschiebungen weiter befeuern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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