In den meisten Teilen der Vereinigten Staaten sind in der Nacht zum 1. November 2026 die Uhren um eine Stunde auf Standardzeit zurückgestellt worden. Die Umstellung erfolgte wie vorgesehen um 2 Uhr lokaler Zeit nach den Regeln des Uniform Time Act. Die zuständige Bundesbehörde NIST verwies darauf, dass Daylight Saving Time regelmäßig am ersten Sonntag im November endet und im Frühjahr wieder beginnt.
Parallel dazu gewinnt die politische Debatte über ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung an Schärfe. Im Repräsentantenhaus hat eine Mehrheit einen Gesetzentwurf gebilligt, der eine dauerhafte Sommerzeit – häufig als Sunshine Protection Act bezeichnet – vorsehen würde. Der Entwurf liegt dem Senat zur weiteren Beratung vor. Präsident Donald Trump forderte in jüngsten öffentlichen Äußerungen eine rasche Entscheidung, um das gegenwärtige System mit zwei Umstellungen im Jahr zu beenden.
Im Senat ist die Zustimmung jedoch keineswegs sicher. Mehrere Senatorinnen und Senatoren verweisen auf historische Erfahrungen aus den 1970er Jahren, als eine permanente Sommerzeit nur kurzzeitig galt. Kritiker warnen vor sehr späten Sonnenaufgängen im Winter und möglichen Folgen für Verkehrssicherheit, Schulwege und den morgendlichen Betrieb öffentlicher Dienste. In Führungskreisen des Senats wird deshalb erwogen, eine Entscheidung zeitlich so zu legen, dass kein Umstieg mitten im Winter nötig wäre.
Fachliche Bewertungen bleiben uneinheitlich. Schlafmedizinische Gesellschaften und öffentliche Gesundheitsorganisationen sprechen sich überwiegend für eine dauerhafte Standardzeit aus, weil sie aus ihrer Sicht dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus näherkommt. Befürworter der dauerhaften Sommerzeit betonen hingegen längere Abendhelligkeit und mögliche Vorteile für Freizeit, Handel und Tourismus.
Mehrere Bundesstaaten haben Gesetze verabschiedet, die den Wechsel zu permanenter Sommerzeit erlauben würden, sofern der Kongress die bundesrechtliche Grundlage schafft. Solche Vorab-Beschlüsse bleiben ohne Wirkung, solange der Kongress keine bundeseinheitliche Freigabe erlässt. Bis dahin gilt bundesweit das bestehende System des halbjährlichen Wechsels zwischen Standardzeit und Daylight Saving Time.
Die Zeitumstellung vom 1. November 2026 folgt damit geltendem Bundesrecht. Ob die halbjährliche Umstellung abgeschafft wird, entscheidet der Kongress. Zeitpunkt und Ausgestaltung hängen vor allem von der Mehrheitsbildung im Senat, den gesundheitspolitischen Bewertungen und den praktischen Erfordernissen einer Einführung außerhalb der Wintermonate ab.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).