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Vermont: Analyse weist 19,4 Prozent leerstehende Wohneinheiten aus – zweithöchster Anteil in den USA

Eine neue Auswertung aktueller ACS-Daten des US Census Bureau zeigt: In Vermont sind 19,4 Prozent der Wohneinheiten leer, überwiegend saisonal genutzt. Nur Maine liegt höher.

Vermont weist laut einer aktuellen Auswertung von Daten der American Community Survey (ACS) des US Census Bureau einen Anteil leerstehender Wohneinheiten von 19,4 Prozent auf. Damit verzeichnet der Bundesstaat den zweithöchsten Wert landesweit hinter Maine, das in der Auswertung bei rund 20,6 Prozent liegt. Grundlage sind die 5‑Jahres‑Schätzungen 2020 bis 2024 (Tabelle B25004), die den Anteil leerstehender an allen Wohneinheiten ermitteln und nach Nutzungsart differenzieren.

Besonders ins Gewicht fällt in Vermont die saisonale Nutzung: Nach der Analyse entfallen 75,8 Prozent der leerstehenden Einheiten auf die Kategorie „seasonal, recreational or occasional use“. Das bedeutet, dass ein Großteil der Leerstände Ferienhäuser oder zeitweilig genutzte Objekte sind und dem ganzjährigen Wohnungsmarkt nicht durchgängig zur Verfügung stehen. Aus den ACS‑Bestandszahlen ergibt sich überschlägig eine Größenordnung von rund 66.000 leerstehenden Einheiten im Bundesstaat.

Die Auswertung stützt sich auf die amtliche Tabellenstruktur der ACS (Tabelle B25004 „Vacancy Status“) und wurde von LendingTree am 7. Juni 2026 zusammengefasst. Sie ordnet Vermont im Vergleich der Bundesstaaten auf Rang zwei ein. Methodisch handelt es sich um periodische Schätzwerte über fünf Jahre; sie beschreiben durchschnittliche Verhältnisse im Erhebungszeitraum und kein punktgenaues Stichtagsniveau.

Für den Wohnungsmarkt in Vermont hat die ausgeprägte Saisonalität mehrere Folgen. Gemeinden mit hohem Zweitwohnungsanteil verzeichnen außerhalb der Hauptsaison ein knappes Angebot an ganzjährig verfügbaren Miet- und Kaufobjekten. Das kann lokalen Preisdruck verstärken, ohne dass die hohe Leerstandsquote für sich genommen Entspannung signalisiert. Zudem stellen sich fiskalische und infrastrukturelle Fragen: Kommunen müssen Leistungen für große saisonale Bestände vorhalten, erzielen entsprechende Einnahmen aber nicht ganzjährig.

Die Daten erlauben belastbare Aussagen zum Umfang und zur Struktur der Leerstände, nicht jedoch zu kurzfristigen Preis- und Angebotsbewegungen in einzelnen Gemeinden. Solche Entwicklungen hängen von Bauaktivität, Nachfrageschwankungen und lokalen Regulierungen ab und erfordern zeitnähere Marktindikatoren. Gleichwohl bieten die ACS‑Ergebnisse dem Gesetzgeber und Kommunen in Vermont eine statistische Grundlage, um Instrumente zu prüfen, die den ganzjährigen Wohnraum stärken – etwa durch gezielte Neubau‑, Umnutzungs‑ oder Steuerpolitik. Prognosen über die Wirksamkeit solcher Maßnahmen bleiben von künftigen Entscheidungen und der regionalen Konjunktur abhängig.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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