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Vor 59 Jahren: Thurgood Marshall als erster Afroamerikaner für Obersten Gerichtshof bestätigt

Heute vor 59 Jahren bestätigte der Senat der Vereinigten Staaten Thurgood Marshall mit 69 zu 11 Stimmen – er wurde der erste afroamerikanische Richter am Obersten Gerichtshof.

Heute vor 59 Jahren, am 30. August 1967, bestätigte der Senat der Vereinigten Staaten Thurgood Marshall mit 69 zu 11 Stimmen. Mit dieser Entscheidung wurde Marshall der erste afroamerikanische Richter am Obersten Gerichtshof. Vorausgegangen war seine Nominierung durch Präsident Lyndon B. Johnson am 13. Juni 1967. Marshall legte den Eid am 2. Oktober 1967 ab und trat als Associate Justice in das Gericht ein.

Das Bestätigungsverfahren verlief über den Justizausschuss des Senats, der im Juli 1967 öffentliche Anhörungen abhielt und die Empfehlung zur Zustimmung aussprach. Die Abstimmung im Plenum dokumentierte parteiübergreifende Unterstützung, zugleich aber auch Widerstand insbesondere aus dem Süden der Vereinigten Staaten. Die Zahlen zur Abstimmung sowie die Vereidigungsdaten sind in den offiziellen Verzeichnissen des Supreme Court und in Senatsprotokollen belegt.

Thurgood Marshall war vor seiner Berufung eine prägende Figur der Bürgerrechtsbewegung im Gerichtssaal. Als Anwalt der NAACP Legal Defense and Educational Fund erstritt er wegweisende Urteile gegen die staatliche Rassentrennung, insbesondere Brown v. Board of Education (1954), mit dem der Supreme Court die Rassentrennung an öffentlichen Schulen für verfassungswidrig erklärte. Befürworter seiner Nominierung betonten seine außergewöhnliche Erfahrung im Verfassungs- und Bürgerrecht. Kritiker warnten vor einer als zu aktivistisch eingeschätzten Auslegung der Verfassung. Diese gegensätzlichen Bewertungen bestimmten die damaligen Anhörungen und Redebeiträge im Senat.

Mit Marshall gewann der Oberste Gerichtshof eine verlässlich liberale Stimme in Fragen der Gleichberechtigung, des Wahlrechts und der Verfahrensgarantien. Seine Meinungen und Sondervoten prägten die Rechtsprechung über mehr als zwei Jahrzehnte. Marshall kündigte am 27. Juni 1991 aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt an; seine Amtszeit endete offiziell am 1. Oktober 1991. Seine Bestätigung und Dienstzeit gelten als Zäsur für die repräsentative Zusammensetzung des Gerichts und als sichtbares Signal für den Zugang unterrepräsentierter Gruppen zu den höchsten Ämtern der Vereinigten Staaten.

Der Jahrestag verweist damit auf einen dokumentierten Wendepunkt der amerikanischen Rechtsgeschichte: die Verbindung von juristischer Bürgerrechtsarbeit mit institutionellem Wandel am Supreme Court – und auf die langfristigen Folgen für Gleichheit vor dem Gesetz.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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