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Vor dem Wahltag: Republikaner und Demokraten ringen um die Kongressmehrheiten

Am Dienstag stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 34 Senatssitze zur Wahl. Präsident Donald Trump setzte am Vorabend in Washington seinen Schlusspunkt, während die Parteien in Schlüsselstaaten um jede Stimme kämpfen.

Am Dienstag entscheidet sich, wer die Kontrolle über den US‑Kongress in der zweiten Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump ausübt. Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 34 reguläre Senatssitze; außerdem stimmen zahlreiche Bundesstaaten über Gouverneursposten und Parlamente ab. Das Kräfteverhältnis im Kongress bestimmt, wie viel Handlungsspielraum der Präsident in den kommenden zwei Jahren hat – von der Gesetzgebung bis zur Besetzung wichtiger Posten.

Am Vorabend des Wahltags warben beide Parteien noch einmal intensiv um Unentschlossene. Präsident Donald Trump setzte in Washington am Lincoln Memorial Reflecting Pool seine Schlussbotschaft, nachdem er zuvor vor allem in republikanisch geprägten Staaten geworben hatte. Bei den Demokraten sorgte kurz vor der Abstimmung eine prominente Abkehr in Michigan für Aufsehen und innerparteiliche Debatten. Aus dem Lager beider Parteien hieß es, die Mobilisierung der eigenen Anhängerinnen und Anhänger entscheide den Ausschlag in knappen Rennen.

Im Repräsentantenhaus gehen Wahlstrategen von zahlreichen umkämpften Distrikten aus, die über eine Mehrheit entscheiden können. Neu zugeschnittene Wahlkreise und enge Vorentscheidungen lassen kleine Ausschläge bei der Wahlbeteiligung erheblich ins Gewicht fallen. Im Senat richten sich die Blicke auf eine Handvoll Staaten mit engen Rennen, darunter Arizona und Nevada. Dort könnten späte Auszählungen den Ausgang erst nach dem Wahltag klären.

Wahlverantwortliche und Analysten warnen, dass es in mehreren Bundesstaaten wegen der gesetzlichen Verfahren für Brief- und Vorabstimmen zu Verzögerungen kommen kann. Frühzeitige Mehrheitsrufe gelten daher als riskant. Offizielle Endergebnisse werden erst nach der Zertifizierung auf Ebene der Bundesstaaten feststehen; bis dahin bleiben Verschiebungen in einzelnen Rennen möglich.

Politisch steht viel auf dem Spiel: Ein Wechsel der Mehrheit im Repräsentantenhaus würde die Agenda des Weißen Hauses spürbar bremsen – von Haushaltsverhandlungen bis zu Untersuchungsausschüssen. Eine knappe oder geteilte Mehrheit im Senat könnte wiederum Personalbestätigungen und zentrale Gesetzesprojekte verlangsamen oder blockieren. Beobachter betonen zugleich, dass nationale Themen allein das Ergebnis nicht erklären: Wahlrecht, lokale Dynamiken, Kandidatenprofile und die Qualität der Kampagnen prägen den Ausgang in den entscheidenden Staaten.

PBS NewsHour ordnete die Lage am Abend vor dem Urnengang ein. Korrespondentin Lisa Desjardins berichtete, dass beide Parteien sich bis zuletzt auf die Mobilisierung in Swing‑Bezirken und -Staaten konzentrierten – mit dem Ziel, in einem fragmentierten politischen Umfeld knappe Vorteile zu sichern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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