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Zwei Bischöfe der Vereinigten Staaten kritisieren politisch genutztes Gebetsfoto mit Trump

Zwei katholische Bischöfe, Jeffrey S. Grob aus Milwaukee und William Joensen aus Des Moines, bedauern nach einer Begegnung im Weißen Haus am 22. Oktober 2026, dass ein Gebetsfoto mit Präsident Donald Trump politisch verwertet…

Zwei katholische Bischöfe haben öffentlich bedauert, dass ein im Weißen Haus entstandenes Gebetsfoto mit Präsident Donald Trump politisch genutzt wurde. Nach dem Treffen am 22. Oktober 2026 veröffentlichten William Joensen, Bischof von Des Moines, am 24. Oktober, und Jeffrey S. Grob, Erzbischof von Milwaukee, am 25. Oktober Erklärungen, in denen sie sich von einer parteipolitischen Instrumentalisierung distanzierten.

Beide betonten, das gemeinsame Gebet sei in gutem Glauben erfolgt und keine politische Billigung gewesen. Grob sprach in seiner Erklärung von einer öffentlichen Entschuldigung und kritisierte, die Aufnahme sei ohne vorherige Zustimmung der Teilnehmer verbreitet worden. Joensen erklärte, er fühle sich ausgenutzt und hätte vorsichtiger sein müssen angesichts der Möglichkeit, dass das Treffen für parteipolitische Zwecke eingesetzt werde.

Der Besuch im Weißen Haus war nach Angaben der beteiligten Diözesen als Gesprächsrunde zu kirchenrelevanten Politikfeldern geplant. Genannt wurden unter anderem Einwanderung, Visa für religiöse Arbeitskräfte, Abtreibung sowie steuerliche Rahmenbedingungen für Privat- und Religionsschulen. Mehrere Medien veröffentlichten Fotos und ein Video, die den Moment des Gebets zeigen. In den Aufnahmen ist unter anderem Bischof James Golka von Colorado Springs zu sehen. Teilnehmer sprachen insgesamt von etwa einem Dutzend Bischöfen vor Ort.

Das Weiße Haus reagierte mit einer Stellungnahme, die die Politik der Regierung gegenüber religiösen Gruppen hervorhob. Die öffentliche Verbreitung der Aufnahmen löste eine Debatte darüber aus, wo die Grenze zwischen seelsorglicher Begleitung politischer Verantwortungsträger und deren politischer Nutzung religiöser Symbole verläuft. Der Zeitpunkt kurz vor den Kongresswahlen 2026 verstärkte die Diskussion zusätzlich.

Für die betroffenen Diözesen steht nun die interne Kommunikationsarbeit im Vordergrund: Sie betonen, die Teilnahme habe nicht der Unterstützung einzelner Kandidaten oder Programme gegolten. Zugleich wird innerhalb der Kirche und im politischen Betrieb darüber diskutiert, unter welchen Bedingungen Treffen zwischen religiösen Repräsentanten und staatlichen Institutionen stattfinden und wie sich ungewollte politische Signale vermeiden lassen.

Die Aussagen, Datumsangaben und Zitate gehen aus den veröffentlichten Erklärungen der Diözese Des Moines und des Erzbistums Milwaukee sowie übereinstimmenden Berichten über die Begegnung im Weißen Haus hervor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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