Texas’ Gouverneur Greg Abbott hat am 28. August 2026 öffentlich bestritten, die wachsende Opposition gegen großflächige Datenzentren in den Vereinigten Staaten sei primär durch chinesische Einflussoperationen gesteuert. In einem Interview mit einem US-Nachrichtensender sagte Abbott, seine Entscheidung, den Bau neuer Anlagen vorübergehend zu stoppen und umfassende Überprüfungen anzuordnen, beruhe auf Beschwerden von Einwohnern und konkreten technischen Problemen, nicht auf ausländischer Desinformation. ([cncbnews.com](https://cncbnews.com/article/2026/08/texas-gov-greg-abbott-says-china-isnt-behind-the-anti-data-center-debate?utm_source=openai))
Kern des Konflikts in Texas ist seit Anfang August 2026 ein von Abbott angeordneter Stopp neuer Netzanschlüsse für Datenzentren, verbunden mit der Aufforderung an die Public Utility Commission of Texas und den Electric Reliability Council of Texas, jedes Projekt technisch und finanziell zu prüfen. Die staatliche Anordnung vom 3. August nennt als Prüfgegenstände unter anderem Strom- und Wasserbedarf, Kühlkonzepte, Steuervorteile und Eigentumsverhältnisse. ([gov.texas.gov](https://gov.texas.gov/news/post/governor-abbott-directs-comprehensive-data-center-audit?utm_source=openai))
Gleichzeitig hat die Debatte eine mediale Zuspitzung erfahren: Betreiber und einige Technologieakteure verweisen auf Berichte, nach denen Social-Media-Konten, die mutmaßlich aus China stammen, Beiträge zur Datenzentrumskritik verbreitet hätten. Abbott räumte ein, China versuche, Einfluss zu nehmen, betonte aber, dies sei nicht der Hauptgrund für seine Maßnahmen; ausschlaggebend seien Belastungen für Gemeinden und das Stromnetz. Zahlreiche Lokalpolitiker und Wähler in ländlichen Gebieten hätten sich über steigende Energiekosten, Wasserverbrauch und Lärm beklagt. ([cncbnews.com](https://cncbnews.com/article/2026/08/texas-gov-greg-abbott-says-china-isnt-behind-the-anti-data-center-debate?utm_source=openai))
Die Entscheidungen des Gouverneurs haben unmittelbare politische Folgen: Sie zwingen Unternehmen zu detaillierteren Offenlegungen und verlagern die Diskussion vom geopolitischen Narrativ auf infrastrukturelle und kommunale Fragen. Branchenvertreter warnen vor Investitionsstau; kritische Stimmen sehen in Abbotts Kurswahl eine Reaktion auf wachsenden lokalen Widerstand und parteipolitischen Druck. Analysen großer US-Medien dokumentieren, dass der Streit quer zu üblichen parteipolitischen Linien verläuft und in mehreren Bundesstaaten anhält. ([axios.com](https://www.axios.com/2026/08/23/greg-abbott-texas-data-centers-ai-backlash?utm_source=openai))
Faktisch belegbar bleibt: Der Gouverneur hat die Prüfaufträge formal erteilt und zahlreiche Anbieter erklärten sich bereit, den von Abbott geforderten Standards zu entsprechen. Ob und in welchem Umfang fremde Desinformationskampagnen das Meinungsbild beeinflusst haben, bleibt Gegenstand laufender Untersuchungen; aktuelle Hinweise deuten auf einzelne, aber nicht dominierende Aktivitäten hin. Damit rückt die Debatte in Texas vor allem in den Bereich von Netzstabilität, Ressourcennutzung und kommunaler Akzeptanz. ([gov.texas.gov](https://gov.texas.gov/news/post/governor-abbott-announces-power-house-data-centers-coreweave-and-emergent-data-centers-commit-to-comply-with-his-data-centers-standards?utm_source=openai))
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).