Alaskas republikanischer Gouverneur Mike Dunleavy hat am 29. Oktober 2026 eine Untersuchung gegen die Senatskampagne der Demokratin Mary Peltola angeordnet. Geprüft werden soll, ob Personen aus dem Umfeld der Kampagne und des Democratic Senatorial Campaign Committee einen Kandidaten mit nahezu gleichem Namen wie der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan zur Bewerbung bewegt haben. Zuständig ist das Alaska Department of Public Safety. Konkrete Ermittlungsziele nannte Dunleavy nicht.
Auslöser waren neue Medienberichte, die nach Angaben des Gouverneurs frühere Feststellungen der Alaska Division of Elections stützen. Dunleavy erklärte, mögliche Gesetzesverstöße müssten aufgeklärt und gegebenenfalls geahndet werden. Offizielle Anklagen oder Vorladungen liegen bislang nicht vor.
Im Mittelpunkt steht der unabhängige Bewerber Daniel J. Sullivan aus Petersburg, der neben Dan S. Sullivan, Mary Peltola und weiteren Kandidaten auf dem Stimmzettel steht. Die Alaska Division of Elections hatte die Vorgänge bereits im Sommer geprüft; eine gerichtliche Überprüfung endete damit, dass der Kandidat auf dem Wahlzettel bleiben darf. Welche Rolle Parteigremien oder kampagnennahes Personal bei der Anwerbung gespielt haben, ist Gegenstand der nun angeordneten Untersuchung.
Die Peltola‑Kampagne und das Democratic Senatorial Campaign Committee wiesen eine Steuerung des Vorgangs zurück. Eine Sprecherin erklärte, unterstützende Gruppen hätten nicht beabsichtigt, Wähler zu täuschen. Die New York Times beruft sich demnach auf Telefonprotokolle, E‑Mails und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter, die Rekrutierungsversuche nahelegen. Unabhängige Wahlrechtsexperten betonen, strafrechtliche Bewertungen müssten an klaren Tatbeständen wie Betrug oder unzulässiger Wahlbeeinflussung ansetzen; die Hürden für einen Nachweis seien hoch.
Der Vorgang erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, nachdem Präsident Donald Trump am 28. Oktober 2026 öffentlich eine Strafverfolgung Peltolas gefordert und ihren Ausschluss vom Wahlzettel ins Spiel gebracht hatte. Diese Forderung hat bislang keine formellen Konsequenzen nach sich gezogen.
Welche politischen Effekte die Causa in Alaska entfaltet, ist offen. Der Bundesstaat nutzt Ranked‑Choice‑Voting in landesweiten Wahlen. In welchem Umfang ein gleichnamiger Kandidat Stimmabgaben beeinflussen könnte, lässt sich empirisch schwer vorhersagen. Sicher ist lediglich der enge zeitliche Rahmen: Die Abstimmung findet am 3. November 2026 statt. Bis zum Abschluss der staatlichen Prüfung bleiben Verantwortlichkeiten und mögliche Rechtsfolgen ungeklärt.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).