Connecticut

Connecticut klagt gegen Kalshi und erwirkt kein Eilrecht – Berufung beim Second Circuit

Connecticut hat KalshiEX LLC wegen unlizenzierter Sportwetten verklagt; ein Bundesgericht in Hartford lehnte am 10. und 26. August 2026 Eilanträge von Kalshi ab. Der Anbieter geht vor den Second Circuit Court of Appeals in…

Connecticut hat am 26. August 2026 Klage gegen KalshiEX LLC erhoben und beim Bundesgericht im District of Connecticut eine einstweilige Verfügung beantragt, um das Angebot sogenannter Sports-Event-Kontrakte für Einwohner des Bundesstaats zu unterbinden. Zugleich wies United States District Judge Vernon D. Oliver am selben Tag einen Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Anordnung während der Berufung zurück; bereits am 10. August hatte er einen ersten Eilantrag abgelehnt. Kalshi hat beim Second Circuit Court of Appeals Berufung eingelegt.

Die Klage wurde von Attorney General William Tong zusammen mit dem Commissioner des Department of Consumer Protection, Bryan T. Cafferelli, und Gouverneur Ned Lamont angekündigt. Der Bundesstaat bewertet die angebotenen Kontrakte als unlizenziertes Sports Betting und damit als Verstoß gegen das Glücksspielrecht Connecticuts. Kalshi bestreitet das und ordnet seine Produkte als „swaps“ unter das Bundesrecht ein.

In seiner Entscheidung vom 10. August 2026 stellte Richter Oliver fest, dass die von Kalshi angebotenen Sports-Event-Kontrakte nicht unter die Definition von „swaps“ des Commodity Exchange Act fallen. Eine bundesrechtliche Präemption gegenüber dem staatlichen Glücksspielrecht bestehe daher nach summarischer Prüfung nicht. Mangels hinreichender Erfolgsaussichten und wegen fehlender irreparabler Nachteile lehnte das Gericht den beantragten vorläufigen Rechtsschutz ab; die Ablehnung eines weiteren Eilantrags am 26. August folgte dieser Linie.

Die Auseinandersetzung hat ihren Ausgangspunkt in einer Cease-and-Desist-Anordnung des Department of Consumer Protection vom Dezember 2025. Die Behörde forderte Kalshi darin auf, unlizenzierte Online-Glücksspiele, insbesondere Sportwetten, für Einwohner Connecticuts zu unterlassen und Kundengelder auszuzahlen. Kalshi wandte sich daraufhin mit Klagen an das Bundesgericht und begehrte vorläufigen Rechtsschutz.

Parallel dazu wird auf Bundesebene über die Aufsicht neuartiger Vorhersage- und Ereignismärkte gestritten. Die Commodity Futures Trading Commission ist für regulierte Derivatemärkte zuständig; ob und inwieweit bestimmte Ereigniskontrakte als Finanzderivate oder als Glücksspiel zu behandeln sind, ist Gegenstand anhaltender Verfahren und Regulierungsdebatten. Die nun vorliegenden Beschlüsse des Bundesgerichts in Connecticut stärken vorerst die Befugnisse des Bundesstaats, gegen Angebote vorzugehen, die als Sportwetten eingestuft werden. Eine abschließende Klärung bleibt der Berufungsinstanz vorbehalten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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