Kurzmeldung
Das Team CERBERUZ des Massachusetts Institute of Technology erhielt am 28. August 2026 den ersten Preis in Phase 2 der LunaRecycle Challenge der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Die Entscheidung fiel nach einer Abschlussvorführung an der The University of Alabama in Tuscaloosa, bei der 14 Finalisten ihre Prototypen und digitalen Modelle demonstrierten. Die MIT‑Gruppe wurde mit insgesamt 775 000 US‑Dollar prämiert.
Kern der prämierten Lösung ist ein Verfahren, das gemischten Missionsabfall mechanisch zu einem feinen Pulver zerkleinert und daraus Verbundwerkstoffe erzeugt. In der Beschreibung des Projekts spielt Zotek‑Schaum eine Rolle: Anstatt ihn als Verunreinigung auszusortieren, nutzt das System Zotek als Verstärkungsstoff, der in Spritzgussbauteile oder in 3D‑Druck‑Filament überführt werden kann. Laut NASA gewann CERBERUZ sowohl die Kategorie Prototypentwicklung als auch die Kategorie digitale Zwillinge.
Die LunaRecycle Challenge ist ein zweiphasiges Preisprogramm mit einem Gesamtpreispool von drei Millionen US‑Dollar, das über das Centennial Challenges‑Programm am NASA Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, verwaltet wird. Für Phase 2 mussten Teams funktionsfähige Prototypen einreichen; digitale Zwillinge konnten optional als virtuelle Modelle vorgelegt werden. Die Finale fand vom 24. bis 28. August 2026 in Tuscaloosa statt, organisiert von The University of Alabama als administrativem Partner.
Zu weiteren Preisträgern gehörten unter anderem Terasynth aus Orlando (zweiter Platz, Prototyp‑Kategorie), Teams aus Penn State und aus Rosemead (Kalifornien). In der digitalen‑Zwilling‑Kategorie wurden zusätzliche Preise vergeben. Die Jurys bewerteten Demonstrationen der physischen Prototypen sowie Visualisierungen und Simulationen der digitalen Zwillinge.
Die Challenge fördert Technologien, die Abfall auf der Mondoberfläche oder bei Langzeitmissionen in nutzbare Rohstoffe verwandeln. Solche Verfahren könnten die Logistik von Missionen erleichtern und lokale Materialversorgung ergänzen; technische Fragen bleiben jedoch bestehen, etwa zum Energiebedarf, zur Robustheit der Systeme in rauer Umgebung und zur Integration in Missionsarchitekturen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).