Wissenschaft & Technik

NASA beruft Victor Glover und Reid Wiseman ins Emeritus-Programm

Die US-Raumfahrtbehörde stellt die Artemis-II-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman im September am Johnson Space Center auf einen Emeritus-Status, um ihre Erfahrung für Ausbildung und Beratung zu sichern.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA stellt die Artemis‑II‑Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman im September am Johnson Space Center in Houston auf einen Emeritus‑Status. In dieser Rolle unterstützen besonders erfahrene Fachleute die Behörde weiterhin in Ausbildung und Beratung, ohne in Vollzeit an Bord der NASA zu bleiben. Der Schritt ist nach Angaben der Behörde eine Möglichkeit, operatives Know-how im Haus zu halten und zugleich individuelle Karrierewege außerhalb der NASA zu ermöglichen.

Die Entscheidung folgt auf die Artemis‑II‑Mission im Frühjahr 2026. Glover diente als Pilot, Wiseman als Kommandant der vierköpfigen Besatzung, die an Bord des Orion‑Raumschiffs mit dem SLS‑Trägersystem zum Mond flog und nach rund zehn Tagen sicher wasserte. Laut NASA waren sie damit die ersten Menschen seit mehr als fünf Jahrzehnten, die wieder den Mondraum erreichten. Die Behörde betont, das gewonnene Erfahrungswissen sei zentral für die Vorbereitung der nächsten Schritte im Artemis‑Programm.

Glover kündigte an, seine Kenntnisse zu den Orion‑Systemen, zu Führung in der Luft‑ und Raumfahrt sowie zu öffentlichem Dienst an nachfolgende Teams weiterzugeben und zugleich neue Aufgaben außerhalb der NASA zu übernehmen. Wiseman will seine Einsatzerfahrungen gezielt in Training und Missionsvorbereitung einbringen. Konkrete künftige Einsatzentscheidungen bleiben davon unberührt; Besetzungen und operative Aufgaben werden weiterhin gesondert und zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Aus dem Johnson Space Center heißt es, Glover und Wiseman hätten mit technischer Expertise und verlässlicher Führung bleibende Akzente gesetzt. Direktorin Vanessa Wyche würdigte ihren Beitrag zur Vorbereitung weiterer Missionen. Scott Tingle, Chef des Astronautenbüros, hob hervor, dass ihre Professionalität und ruhige Einsatzführung Maßstäbe im Corps gesetzt hätten. Beide sollen in ihren Emeritus‑Rollen Wissenstransfer, Mentoring und ausgewählte Beratung leisten.

Strategisch versteht die NASA das Emeritus‑Programm als Brücke zwischen personeller Kontinuität und notwendiger Flexibilität in dynamischen Missionszyklen. Das gelte besonders für die anstehenden Arbeiten an Artemis III, die nach Planungen der Behörde in den kommenden Jahren die Kopplung zwischen Orion und kommerziellen Mondlandesystemen weiter voranbringen soll. Zeitpläne und Missionsprofile stehen unter dem Vorbehalt technischer Reife, Tests und formaler Freigaben.

Mit der Berufung von Glover und Wiseman verstetigt die NASA den Praxisbezug in Ausbildung und Betrieb. Für die Behörde ist der Zugriff auf die Erfahrung aktiver Flugbesatzungen ein operativer Vorteil – sowohl für Trainingsstandards im Johnson Space Center in Houston als auch für die Vorbereitung der nächsten bemannten Flüge im Artemis‑Programm.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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