Wissenschaft & Technik

NASA gibt Fortschrittsbericht zu Mondrovern für Moon-Base-Programm

Die US-Raumfahrtbehörde hat am 20. Oktober 2026 ein Update zu bemannten und robotischen Mondrovern veröffentlicht. Es beschreibt den Stand von VIPER sowie den Aufbau der Lunar Terrain Vehicles und deren Rolle für frühe Missionen…

Die NASA hat am 20. Oktober 2026 ein Video-Update zum Stand ihrer Mondrover veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen der wissenschaftliche Rover VIPER und die für Astronautinnen und Astronauten ausgelegten Lunar Terrain Vehicles, die für die Anfangsphase des Moon-Base-Programms als zentrale Bausteine der Oberflächenmobilität gelten. Sie sollen Technikdemonstrationen ermöglichen, Proben transportieren, Gelände kartieren und Ressourcen erschließen.

Für VIPER (Volatiles Investigating Polar Exploration Rover) meldet die NASA den Übergang in die Endtestphase: Der Rover ist vollständig aufgebaut und wird am Johnson Space Center in Houston getestet. Anschließend soll er zum Kennedy Space Center in Florida verlegt werden. Die Mission zum Südpol des Mondes ist für 2027 geplant. Nach der Landung mit einem Blue Moon Mark 1 von Blue Origin soll VIPER mehr als 30 Kilometer zurücklegen und in dauerhaft beschatteten Kratern nach Wasser und anderen flüchtigen Stoffen suchen. Die Missionsführung erfolgt aus dem Ames Research Center im kalifornischen Silicon Valley, wo Teams bereits Einsatzszenarien simulieren.

Parallel treibt die NASA die bemannten Rover voran. Astrolab und Lunar Outpost erhielten Task Orders für die erste Ausbaustufe der Lunar Terrain Vehicles. Blue Origin wurde beauftragt, die LTVs bis 2028 im Rahmen der Initiative Commercial Lunar Payload Services (CLPS) in die Südpolregion zu bringen. Vor Ankunft von Crews sollen die Fahrzeuge von der Erde aus ferngesteuert täglich bis zu sechs Kilometer zurücklegen, die Umgebung hochauflösend kartieren und Daten zu Beleuchtung, Navigation und Energiehaushalt sammeln – auch bei Fahrten in und aus dauerhaft beschatteten Regionen, in denen Temperaturen bis minus 203 Grad Celsius erreicht werden.

Während Mondaufenthalten im Rahmen des Artemis-Programms werden Astronautinnen und Astronauten die LTVs selbst fahren. Geplant ist eine Unterstützung von bis zu drei Außenbordeinsätzen pro Mission, eine Transportkapazität von rund 80 Kilogramm für Proben und Werkzeuge sowie eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern mit einer Batterieladung. „Lunare Rover sind zentral für unsere Mobilitätsstrategie an der Oberfläche“, sagte Robert Pickle, Leiter des Surface Mobility Office im Moon-Base-Programm. Die Leistungen der frühen Fahrzeuge sollen demnach Standards für künftige Systeme setzen.

Die NASA ordnet die aktuellen Schritte als Wegbereiter für Infrastruktur und Logistik einer dauerhaften Präsenz in der Polarregion ein. Zeit- und Leistungsangaben werden als Planungsstände ausgewiesen und hängen von weiteren Tests und Freigaben ab. Die Fortschritte bei VIPER und den Lunar Terrain Vehicles sollen Erkenntnisse liefern, die Design, Betrieb und Ausbau der Moon Base und künftiger Mobilitätssysteme präzise steuern.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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