Wissenschaft & Technik

NASA startet Ausschreibung für Mondtechnik zur dauerhaften Präsenz

Am 8. September 2026 hat die US-Raumfahrtbehörde NASA in Washington eine Ausschreibung (NextSTEP-3, Appendix A) veröffentlicht. Gesucht sind Vorschläge zu Energieversorgung, Sauerstoffgewinnung aus Regolith, radioisotopenbasierten Stromerzeugern, Fertigung im All und Nanomaterialien für eine nachhaltige…

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am 8. September 2026 in Washington eine neue Ausschreibung veröffentlicht, um Schlüsseltechnologien für eine langfristige Präsenz am Mond-Südpol zu beschleunigen. Die Bekanntmachung erscheint als Appendix A des Programms NextSTEP-3 und richtet sich an Industrie, Hochschulen, gemeinnützige Einrichtungen sowie internationale Partner, die in US-geführten Teams mitwirken.

Im Zentrum stehen fünf prioritäre Fähigkeitsfelder, die aus Sicht der NASA für den Betrieb auf der Mondoberfläche entscheidend sind: erstens vertikale Solararray-Technik zur verlässlichen Stromerzeugung inklusive Energiemanagement, Verteilung und Speicherung; zweitens In-situ-Ressourcennutzung zur Gewinnung von nutzbarem Sauerstoff aus Regolith; drittens Radioisotop-Stirling-Generatoren als nukleare Stromquelle für besonders dunkle, staubige oder abgelegene Einsatzorte; viertens In-Space-Manufacturing zur Verringerung der Abhängigkeit von Nachschubflügen und zur Erhöhung der Missionsflexibilität; und fünftens die Entwicklung innovativer Verfahren zur Produktion von Nanomaterialien, die für den Einsatz bei lunaren Operationen qualifiziert werden sollen.

„NASA beschleunigt die Entwicklung zentraler Technologien und schließt kritische Lücken für eine langfristige bemannte Erforschung des Mondes“, sagte Greg Stover, Direktor der Advanced Research and Technology Division. Partnerschaften mit der Privatwirtschaft stärkten zugleich die industrielle Basis in den Vereinigten Staaten, so Stover laut Mitteilung. Die Behörde kündigte an, gewonnene technische Daten und Demonstrationsergebnisse aus den resultierenden Verträgen in künftige Beschaffungsstrategien einfließen zu lassen.

Mit der Ausschreibung verfolgt NASA zwei miteinander verknüpfte Ziele: die Reifung und Demonstration zentraler Technologien bis zur Einsatznähe sowie den Ausbau einer belastbaren Liefer- und Kompetenzkette in den USA für Mondinfrastruktur. Der Fokus auf Energieversorgung, Rohstoffgewinnung und Fertigung vor Ort spiegelt die Einschätzung wider, dass Versorgungs- und Baukapazitäten direkt auf der Oberfläche Voraussetzung für längere Aufenthalte und den Betrieb von Logistikknoten sind.

Offen bleibt, in welchem Umfang einzelne Ansätze unter realen Umweltbedingungen auf dem Mond skalieren. Zu den absehbaren technischen Risiken zählen der Langzeitbetrieb elektrischer Systeme in staubbelasteter Umgebung, die effiziente Extraktion von Sauerstoff aus mineralisch gebundenen Verbindungen sowie die Qualifizierung additiver Fertigung und Nanomaterialien für extreme Temperatur- und Strahlungsprofile. Die Ausschreibung benennt diese Felder ausdrücklich, um Demonstrationen zu erhalten, die solche Hürden adressieren und den Übergang von der Forschung in Anwendungen auf der Mondoberfläche beschleunigen.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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