Die NATO hat am 11. September 2026 am Hauptquartier in Brüssel der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Bei der feierlichen Zeremonie erinnerte das Bündnis an die fast 3.000 Todesopfer in den Vereinigten Staaten und verband das Gedenken mit der Botschaft, die transatlantische Sicherheit und die kollektive Verteidigung weiter zu stärken. Ein Moment der Stille markierte die Uhrzeit des ersten Einschlags in den Nordturm des World Trade Center.
In ihren Hinweisen zur Veranstaltung verwies die NATO auf den Beschluss des Nordatlantikrat vom 12. September 2001: Erstmals in der Geschichte wurde Artikel 5 des Washingtoner Vertrag als kollektive Verteidigungsfall in Bezug auf die Angriffe erklärt. Diese Entscheidung gilt als Zäsur, weil sie das Bündnis über Europa hinaus in die Terrorismusbekämpfung führte und den Grundstein für umfangreiche Operationen, Schutzmaßnahmen im Luftraum und eine engere Zusammenarbeit mit Partnern legte. Die Bezugnahme auf Artikel 5 unterstreicht, dass ein Angriff auf einen Verbündeten als Angriff auf alle gilt und eine gemeinsame Reaktion auslöst.
Neue politische Beschlüsse kündigte die NATO im Zusammenhang mit der Gedenkzeremonie nicht an. Der Charakter der Veranstaltung war ausdrücklich symbolisch: Erinnerung an die Opfer und Bekräftigung zentraler Grundsätze der Allianz. Zugleich stellt das Gedenken den historischen Rahmen her, vor dem aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen bewertet werden – etwa Bedrohungen durch staatliche und nichtstaatliche Akteure, hybride Angriffe und die Bedeutung robuster Verteidigungsplanung im Bündnis.
Auch in den Vereinigten Staaten fanden am 11. September 2026 zahlreiche Gedenkakte statt. Das North American Aerospace Defense Command erinnerte in Cheyenne Mountain an den 25. Jahrestag und hob die Bedeutung von Wachsamkeit, eingespielten Alarmketten und verlässlichen Bündnissen hervor. Die Botschaft deckt sich mit dem Selbstverständnis der NATO, wonach die Sicherheit in Nordamerika und Europa untrennbar miteinander verbunden ist.
Mit dem 25. Jahrestag ruft die NATO in Brüssel damit zwei Ebenen in Erinnerung: die menschliche Tragik des 11. September 2001 und die institutionelle Antwort, die im Nordatlantikrat zu einem historisch einmaligen Schritt führte. Die Zeremonie knüpft an frühere Jahrestage an, dient aber vor allem als aktuelles Signal der Geschlossenheit. Ausdrücklich betont wurde der Fortbestand der Verpflichtungen aus dem Washingtoner Vertrag und die Rolle der kollektiven Verteidigung als Kern des Bündnisses.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).