Die Dokumentation You Can See Everything über Elizabeth Holmes, die Gründerin des inzwischen zerschlagenen Bluttest-Startups Theranos, erhält am 16. Oktober 2026 eine landesweite Kinostartankündigung in den Vereinigten Staaten; Verleiher ist A24. Das knapp dreistündige Werk der Regisseure Nathan Fielder und Lance Oppenheim lief zuvor überraschend auf dem Telluride Film Festival am 6. September 2026 und hatte am 1. Oktober 2026 eine New-York-Film-Festival-Vorführung, wie Festivalprogramme und Medienberichte dokumentieren. (Alle Daten sind absolute Termine.)
Belegter Hintergrund: Die Dokumentation entstand nach Angaben von A24 über mehrere Jahre und zeigt Aufnahmen aus Holmes’ Umfeld in den Wochen vor der geplanten Haftantrittsfrist; A24 nennt in der offiziellen Filmbeschreibung den Zeitraum „34 Tage vor ihrem Haftantritt“. Berichterstattung zu den Festivalvorführungen und ersten Kritiken hebt hervor, dass der Film zwischen Beobachtungsdokumentation, performativer Rekonstruktion und inszenierter Begegnung pendelt; Kritiker beschreiben dies als bewusstes Spiel mit Glaubwürdigkeit und Genregrenzen. Die Premiere in Telluride und die Vorführung beim New York Film Festival lieferten die ersten öffentlichen Reaktionen und lösten breite Medienresonanz aus.
Eingebundene Interessen: Der Film betrifft mehrere Sphären zugleich: Medienöffentlichkeit, das Gerechtigkeitssystem und die Tech-Branche. Elizabeth Holmes ist in den USA eine weithin bekannte Figur; ihr Strafverfahren und die zivil- und strafrechtlichen Folgen für Theranos haben Debatten über Unternehmenskontrolle, Investorensorgfalt und Regulierung medizinischer Diagnostik ausgelöst. Eine prominent platzierte, ungewöhnlich angelegte Dokumentation kann die öffentliche Erinnerung an den Fall neu strukturieren, Narrative über Täterschaft und Verantwortung verschieben und rechtliche wie kommerzielle Nachwirkungen für Betroffene beeinflussen.
Abgrenzung der Darstellung: Aussagen zu Motiven von Holmes, den Filmemachern oder Dritten werden hier nur in direkt belegter Form wiedergegeben; bewertende Interpretationen stammen aus Festivalberichten und Kritiken. Der Film selbst kombiniert dokumentarisches Material und inszenatorische Elemente, weshalb Aussagen über „Wahrheit“ oder „Authentizität“ heterogen sind und von Medienkritiken unterschiedlich bewertet werden.
Folgen und Ausblick: Mit dem Kinostart am 16. Oktober 2026 ist zu rechnen, dass die Debatte um Holmes und Theranos in der US-Öffentlichkeit neue Impulse erhält. Medienresonanz, Festivalreaktionen und die Entscheidung eines Indie-Verleihers wie A24, den Film breit zu verteilen, deuten auf nationales Interesse hin; mögliche juristische oder politische Reaktionen wären jedoch gesondert zu prüfen, falls sie auftreten.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).