Politik

Texas-Republikaner Bo French erntet breite Kritik nach anti-asiatischen Posts

Der Kandidat der Republikaner für die Texas Railroad Commission, Bo French, steht nach abwertenden Äußerungen über südasiatische Studierende an der University of Texas unter Druck. Auch Senator John Cornyn distanzierte sich.

Der texanische Republikaner Bo French hat mit Social-Media-Beiträgen vom 13. September 2026 parteiintern und darüber hinaus deutlichen Widerspruch ausgelöst. French, der von der Texas GOP als Kandidat für die Texas Railroad Commission nominiert wurde, teilte ein Foto feiernder Studierender an der University of Texas at Austin und verband es mit pauschal abwertenden Aussagen über Südasiaten und das H‑1B‑Visaprogramm. Der Vorfall wurde zunächst in Texas, kurz darauf landesweit aufgegriffen.

Prominentester Kritiker aus den Reihen der Republikaner ist der US-Senator John Cornyn, der die Wortwahl als inakzeptabel bezeichnete. Weitere Amts- und Mandatsträger der Partei schlossen sich an. Zugleich gab es Verteidigungs- und Relativierungsversuche aus Teilen der Basis, was die bestehenden Bruchlinien innerhalb der Partei erneut sichtbar machte. Eine Stellungnahme, die den Kern der Vorwürfe zurücknimmt, liegt nach Medienberichten nicht vor.

French ist in Texas politisch kein Unbekannter. Er führte zuvor die Republikaner in Tarrant County und tritt 2026 für ein landesweites Amt an. Die Texas Railroad Commission reguliert Öl‑ und Gasförderung sowie Pipelineaufsicht und zählt zu den einflussreichsten Behörden des Energiebundesstaats. French hatte im Vorwahlkampf wiederholt auf Themen wie Einwanderung und Regulierungsabbau gesetzt. In seinem Wahlprogramm befürwortete er zudem, bestehende Verbote für Landkäufe durch Unternehmen aus China auf weitere mehrheitlich muslimische Staaten auszuweiten. Die republikanischen Vorwahlen in Texas fanden am 3. März 2026 statt; French setzte sich dabei parteiintern durch.

Politisch reicht die Bedeutung des jüngsten Vorfalls über eine Personale hinaus. Beobachter sehen in der Auseinandersetzung ein Symptom der Kräfteverschiebung innerhalb der Texas GOP: Teile des Apparats und moderat auftretende Amtsträger werben um breitere Wählerschichten, während ein lautstarker Flügel kulturpolitische Zuspitzungen priorisiert. Der Streit darüber, wo die Partei angesichts demografischer Veränderungen und eines angespannten Migrationsdiskurses die Grenzen des Sagbaren zieht, verläuft dabei nicht entlang einfacher Lagerlinien.

Konkrete Folgen für den Wahlkampf 2026 sind offen. Klar ist jedoch, dass Äußerungen wie die von French die Ansprache asiatischstämmiger und anderer Minderheitenwählerschaften erschweren können und zugleich mobilisierend auf einen Teil der konservativen Basis wirken. Für die bundesweit beachtete Texas Railroad Commission und die energiepolitische Ausrichtung des Bundesstaats steht damit mehr als eine Personalfrage im Raum.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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