Politik

Trump weist Perdue-Darstellung zurück: Kein Angebot der Vereinigten Staaten für Waffenverkäufe an China

Präsident Donald Trump bestritt am 28. September 2026, Chinas Staatschef Xi Jinping Waffenverkäufe aus den USA angeboten zu haben. Das State Department bekräftigte, US-Recht verbiete Verkäufe an China. Trump sagte, Botschafter David Perdue habe…

Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, er habe Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping angeboten, Waffen aus den USA zu kaufen. In einem Auftritt am 28. September 2026 sagte Trump, er habe dies nicht diskutiert und vermutete, der US-Botschafter in China, David Perdue, habe sich in einem Interview wohl auf Taiwan bezogen. Zuvor hatte Perdue erklärt, Trump habe Xi „irgendwann“ gefragt, ob Peking US-Waffen erwerben wolle.

Das State Department stellte noch am selben Tag klar, dass nach US-Recht keine Waffenverkäufe an China zulässig seien, und sprach von keinem Angebot und keinen Plänen. Auch das Weißes Haus wies die Darstellung zurück. Die Vereinigten Staaten unterliegen seit Jahrzehnten gesetzlichen Beschränkungen und Ausfuhrkontrollen, die den Export militärischer Güter und sensibler Technologien an China untersagen.

Perdue hatte seine Aussage am 27. September in einem Fernsehgespräch gemacht und dabei auf Debatten um verzögerte Rüstungslieferungen an Taiwan verwiesen. Trump erklärte nun, Perdue habe „wahrscheinlich über Taiwan gesprochen“. Damit knüpfte der Präsident an die langjährige Praxis der USA an, Taiwan zur Selbstverteidigung zu befähigen, ohne die Ein-China-Politik grundsätzlich in Frage zu stellen.

Die Episode lenkt den Blick auf die Abstimmung innerhalb der Regierung zwischen Präsident, Botschaften und dem State Department. Während Perdues Schilderung eine mögliche informelle Gesprächsspitze nahelegte, betonten Regierung und Außenministerium, dass es weder eine formelle Offerte noch einen Kurswechsel gebe. Ob Perdues Bemerkung ein Missverständnis, eine unpräzise Erinnerung oder eine missdeutete Passage eines Gesprächs war, blieb offen. Belege für ein offizielles Angebot an China liegen nicht vor.

Politisch wäre ein tatsächliches Angebot an Peking hoch brisant. Es stünde im Widerspruch zu geltendem Recht und zur Sicherheitspolitik der USA, die auf technologischem Wettbewerb, Exportkontrollen und der Unterstützung Taiwans basiert. Entsprechend zielten die schnellen Klarstellungen wohl darauf, diplomatische Irritationen zu vermeiden und Signale an Partner in Asien und Europa zu stabilisieren.

Für die Taiwan-Politik der USA bleibt entscheidend, dass die bestehenden Lieferzusagen eingehalten und die Abschreckungsfähigkeit der Insel aufrechterhalten werden. Daran änderte der Vorgang nach den öffentlichen Dementis zunächst nichts. Trumps ausdrücklicher Verweis auf Taiwan verdeutlicht allerdings die innenpolitische Sensibilität des Themas und die Bedeutung präziser Kommunikation in Beziehungen zu China.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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