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Vereinigte Staaten setzen Drittstaaten-Abschiebungen fort – Menschen stranden in der Zentralafrikanischen Republik

Die US-Regierung bestätigt, seit 2025 mehr als 25.000 Menschen in Drittstaaten abgeschoben zu haben. Neue Berichte zeigen Betroffene, die in der Zentralafrikanischen Republik ohne Schutz und Perspektive festsitzen.

Neue Recherchen vom 9. Oktober 2026 zeigen die Folgen einer US-Praxis mit internationaler Tragweite: Menschen, die in den Vereinigten Staaten aufgegriffen wurden, werden in Drittstaaten deportiert, zu denen sie nach eigener Darstellung keinerlei Bindungen haben. In der Zentralafrikanischen Republik sitzen Abgeschobene fest, häufig ohne Papiere, Wohnung oder Zugang zu Rechtsbeistand. Betroffene berichten von Inhaftierung, Erpressung und Gewaltgefahr nach der Ankunft.

Die Regierung unter Donald Trump hat diese Abschiebungen seit 2025 ausgeweitet. Nach eigenen Angaben wurden mehr als 25.000 Personen in Länder verbracht, die nicht ihr Herkunftsstaat sind. Ein Bericht von NPR dokumentiert Fälle in der Zentralafrikanischen Republik und zeichnet das Bild einer rechtlichen und humanitären Schwebe. Auch unabhängige Medien berichten über Deportationen in afrikanische Staaten, teils auf Basis bilateraler Absprachen, die außerhalb klassischer Rückübernahmeabkommen laufen.

Politisch und rechtlich ist das Vorgehen umstritten. Das Department of Homeland Security verweist auf Grenzschutz und die Durchsetzung des Einwanderungsrechts. Kritiker sehen fundamentale Verfahrensmängel: Viele Betroffene erhielten demnach keine wirksame Möglichkeit, gegen ihre Abschiebung in einen Drittstaat vorzugehen, und würden ohne tragfähige Aufnahme- und Schutzmechanismen zurückgelassen. Mehrere anhängige Verfahren vor Bundesgerichten drehen sich um Anhörungsrechte, Begründungspflichten der Behörden und den Schutz vor Zurückweisung in gefährliche Situationen.

Dokumente im Federal Register vom 30. Dezember 2025 halten die strategische Linie des Department of Homeland Security fest, irreguläre Migration auch durch Rückführungen in Drittstaaten einzudämmen. Ein Minority Report des Senate Foreign Relations Committee vom Jahresbeginn 2026 beschreibt aus Sicht der demokratischen Ausschussmitglieder intransparente Verhandlungen, Kostenrisiken und Lücken bei Menschenrechtsprüfungen. In einem separaten Schreiben drängen Senatorinnen und Senatoren, darunter Elizabeth Warren und Chris Van Hollen, die Aufsichtsbehörden von Außenministerium und Heimatschutzministerium auf Prüfungen der Rechtmäßigkeit und der praktischen Folgen.

Außen- und sicherheitspolitisch birgt die Praxis Belastungen für Partnerländer, die kaum Kapazitäten für Ankommende ohne lokale Verankerung haben. Für die Vereinigten Staaten steht die Vereinbarkeit von Migrationskontrolle, rechtsstaatlichen Mindeststandards und menschenrechtlichen Verpflichtungen im Zentrum der Auseinandersetzung. Ob und in welchem Umfang die Programme fortgeführt oder angepasst werden, hängt nun wesentlich von Gerichtsentscheidungen und der politischen Kontrolle durch den Kongress ab.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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