Bei einem Flugzeugabsturz nahe der Küstengemeinde Seldovia im US-Bundesstaat Alaska sind am 26. August 2026 vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Alaska Department of Public Safety stürzte eine einmotorige Piper PA-24 in den Seldovia Slough und kam in etwa 4,6 Metern Wassertiefe zum Liegen. Die Einsatzkräfte wurden gegen 13:18 Uhr Ortszeit alarmiert und bargen später alle vier an Bord befindlichen Erwachsenen tot. Die Identitäten werden erst nach Benachrichtigung der nächsten Angehörigen durch das Gerichtsmedizineramt veröffentlicht.
Clint Johnson, Leiter des Regionalbüros des National Transportation Safety Board in Alaska, bestätigte, dass die Bundesbehörde die Untersuchung führt. Die Federal Aviation Administration unterstützt. Johnson zufolge befand sich das Wrack in unmittelbarer Nähe zur Landepiste von Seldovia, was auf einen Unfall im Bereich des An- oder Abflugs hindeutet. Genaue Angaben zum Flugplan, zur Registrierung des Luftfahrzeugs oder zu möglichen technischen Auffälligkeiten lagen zunächst nicht vor.
Die Bergung gestaltete sich den Behörden zufolge schwierig, weil Rettungskräfte und Staatstrooper wegen der Gezeiten zunächst keinen sicheren Zugang hatten. Erst mit fallendem Wasserstand konnten sie das Flugzeug erreichen. Medienberichte nennen als mutmaßlichen Abflugort Merrill Field in Anchorage und Seldovia als Ziel. Seldovia liegt rund 219 Kilometer südwestlich von Anchorage und verfügt über eine kurze, küstennah gelegene Landebahn an Gezeitengewässern.
Die Ermittlungen folgen den Standardverfahren des National Transportation Safety Board: Sicherung und Dokumentation des Wracks, Auswertung von Funk- und Radarspuren, Prüfung des technischen Zustands der Piper PA-24 sowie Befragung möglicher Zeugen. Bis zum vorläufigen Untersuchungsbericht machen die Behörden keine Aussagen zu Ursache oder Mitursachen. Spekulationen über Fehlerquellen oder Verantwortlichkeiten gelten bis dahin als unbelegt.
Der tödliche Absturz belastet die kleine Gemeinde Seldovia organisatorisch und emotional. In abgelegenen Regionen Alaskas treffen widrige Wetterbedingungen, anspruchsvolle Topografie und begrenzte Infrastruktur häufig aufeinander, was die Allgemeine Luftfahrt vor besondere Herausforderungen stellt. Behörden verweisen darauf, dass erst die systematische Auswertung aller Daten eine belastbare Einordnung des Geschehens erlaubt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).