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In mehreren Staaten der Vereinigten Staaten nehmen Väter bezahlte Elternzeit fast so häufig wie Mütter

Neue Programmdaten aus Kalifornien, Colorado und Washington zeigen: Immer mehr Väter beantragen bezahlte Elternzeit, teils in ähnlicher Zahl wie Mütter.

Aus mehreren Bundesstaaten der USA liegen aktuelle Programmdaten vor, die einen deutlichen Anstieg bei Vätern zeigen, die bezahlte Elternzeit für die Bindung an ein neugeborenes Kind beantragen. Nach übereinstimmenden Berichten aus Kalifornien, Colorado und Washington nähern sich die Anteile der Väter in einigen Programmen den Mütterzahlen an, teils liegen sie darüber. Die Auswertungen wurden am 25. Oktober 2026 von NPR zusammengeführt.

In Kalifornien meldete das zuständige Employment Development Department für jüngste Berichtszeiträume Rekordwerte bei Anträgen auf bezahlte Familienzeit und einen besonders starken Zuwachs bei Vätern. Das Büro von Gouverneur Gavin Newsom hob in einer Mitteilung im Juni 2026 den langfristigen Aufwärtstrend hervor. In Washington dokumentierte die Employment Security Department in ihrem Jahresbericht 2025, dass die Inanspruchnahme allgemein zunahm und Väter deutlich häufiger Leistungen für die Eltern-Kind-Bindung nutzen. Colorados FAMLI, ein seit 2024 landesweit laufendes Programm, berichtet ebenfalls von einer wachsenden Beteiligung männlicher Leistungsbezieher.

Die Vereinigten Staaten haben weiterhin kein bundesweites Gesetz für bezahlte Elternzeit. Stattdessen existieren Programme einzelner Bundesstaaten sowie von Washington, D.C., die sich in Lohnersatzquoten, Anspruchsdauer und Zugangsvoraussetzungen unterscheiden. Wichtig ist zudem die Abgrenzung zwischen medizinischen Leistungen rund um eine Geburt und reinen Elternzeiten zur Bindung: Gebärende Mütter erhalten häufig separate medizinische Leistungen; die hier berichteten Steigerungen bei Vätern beziehen sich auf die Zeit für die Betreuung und Bindung an das Kind.

Die genannten Trends beruhen auf Verwaltungszahlen der Programme und ergänzenden Analysen. NPR verweist auf die staatlichen Berichte; die Interessenvertretung Paid Leave for All hat jüngste Entwicklungen zusammengetragen, die auf eine Annäherung der Inanspruchnahmequoten von Vätern und Müttern hinweisen. Methodisch ist zu beachten, dass Leistungsanträge nicht zwangsläufig die tatsächlich voll ausgeschöpfte Dauer der Elternzeit abbilden und private Betriebsregelungen sowie unbezahlte Freistellungen zusätzlich eine Rolle spielen können.

Folgen und Interessenlagen: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber beobachten die Entwicklung, weil eine breitere Nutzung bezahlter Elternzeit durch Väter Personalplanung und Unternehmenskultur verändert. Familienforschende verweisen auf mögliche positive Effekte früher Vater-Kind-Zeit auf Betreuung und Arbeitsteilung im Haushalt. Politisch bleibt die Frage offen, ob der Kongress einheitliche bundesweite Regeln beschließt oder ob die föderal geprägte Vielfalt der Programme bestehen bleibt. Für belastbare nationale Vergleiche wären standardisierte, mehrjährige Datensätze aller Programme erforderlich.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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