US-Präsident Donald Trump erklärte am 9. September 2026 vor seinem Abflug nach Dallas, die durch den Krieg mit Iran stark gestiegenen Ölpreise würden „wahrscheinlich erst nach den Zwischenwahlen“ sinken. Das geht aus einem veröffentlichten Transkript eines kurzen Pressegesprächs hervor. Zeitgleich zogen die Ölnotierungen erneut an; zeitweise lag der Preis für ein Barrel Rohöl wieder über 100 US‑Dollar.
Trump knüpfte seine Einschätzung ausdrücklich an die andauernden Kampfhandlungen und die dadurch ausgelöste Marktunsicherheit. Seine Aussage ist eine Prognose; sie stellt keine politische Maßnahme dar. In US-Medien wurde die Bemerkung zusammen mit aktuellen Kursständen aufgegriffen. Analysten führen die Preisspitzen vor allem auf Unterbrechungen von Transportwegen und erhöhte Risiken in der Straße von Hormus zurück, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels verläuft.
Die Regierung reagierte in den vergangenen Monaten mit Maßnahmen zur Versorgungssicherung, darunter Entnahmen aus der Strategic Petroleum Reserve. Der Spielraum bleibt jedoch begrenzt, solange Angriffe und Gegenangriffe im Nahen Osten die Schifffahrt und Exportkapazitäten beeinträchtigen. Das Energieministerium und Marktbeobachter verweisen zudem auf angespannte Raffineriemargen und saisonale Faktoren, die kurzfristig auf die Preise für Benzin und Diesel in den Vereinigten Staaten durchschlagen können.
Politisch ist die Aussage brisant. Hohe Kraftstoffpreise gelten traditionell als sensibles Wahlkampfthema. Trumps öffentliche Erwartung, dass eine Entlastung erst nach den Zwischenwahlen einsetzt, könnte republikanische Kandidaten in umkämpften Wahlkreisen zusätzlich unter Druck setzen. Zugleich macht sie deutlich, dass das Weiße Haus den Konflikt mit Iran und seine wirtschaftlichen Folgen als prägenden Faktor des Wahljahres betrachtet. Für Haushalte und Unternehmen bedeuten anhaltend hohe Energiepreise höhere Kosten und Unsicherheit bei Investitionen.
Makroökonomisch stützen erhöhte Energiepreise tendenziell die Inflationserwartungen. Das erschwert die Lage für die Federal Reserve, die zwischen Preisstabilität und Konjunkturstützung abwägen muss. Ob und wann die Ölpreise nachgeben, hängt wesentlich vom Verlauf der Kampfhandlungen, der Stabilität der Lieferketten und dem Vertrauen der Märkte ab. Sicher belegbar sind die dokumentierte Präsidentenäußerung, der Kursanstieg am Ölmarkt und die fortgesetzten Risiken im Schifffahrtskorridor Straße von Hormus; die weiteren Preisverläufe bleiben unsicher.
Trump äußerte sich vor dem Abflug zu einer parteinahen Konferenz in Dallas. Ein genauer Zeitpunkt für mögliche weitere Markteingriffe wurde nicht genannt.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).